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Kevin Josué

   
Vorname :   Kevin Josué
Land :   Nicaragua
Geburtsjahr :   1994
Angestrebtes Bildungsziel :   Finanzbuchhalter
Beginn der Förderung :   2010
Geplante Beendigung der Ausbildung  :   2018

 

Auszug aus Revista 2 /2011

Am Vortag schaute er den „Clásico“ zwischen Real Madrid und FC Barcelona, seiner Lieblingsmannschaft, an und im Anschluss gab es dann noch eine Karaoke-Party im Haus von Pfarrerin Katia Cortez der „Iglesia Luterana Fé y Esperanza de Nicaragua“. Katia ist die Leiterin der Jugendarbeit, in der Kevin Mitglied ist. Um Mitternacht haben ihm alle anderen Jugendlichen aus der Kirche als Geburtstagsgeschenk per Karaoke ein Lied von „Guns`n`Roses“ gesungen, Kevins Lieblingsband!

Am nächsten Tag im Gottesdienst gratulierte ihm die Bischöfin dann höchstpersönlich. Die Palmzweige, die wegen des Palmsonntags die Kirche schmückten, wurden für ihn geschwungen.Kevin ist mit seinen 17 Jahren eines der jüngsten Mitglieder der Jugendarbeit der Kirche. Aber das fällt eigentlich gar nicht weiter auf, denn in seinen Ausdrucksweisen und seinem Verhalten benimmt er sich schon wie ein Erwachsener.

Ich habe ihn als einen sehr höflichen jungen Mann kennengelernt, der stets ein Lächeln auf den Lippen hat und sehr zuvorkommend ist.Auch wenn es um schwierigere Fragen zur Auslegung der Bibel oder zu ethisch korrektem Verhalten geht, scheint er schon eine eigene Meinung entwickelt zu haben, was ich für sein Alter doch sehr beeindruckend finde. „Die Kirche hat mir die Augen geöffnet, dass meine Probleme immer auch von mir selbst kommen und man die Schuld nicht immer bei anderen suchen sollte.“In der Kirche engagiert er sich vor allem im Chor und im Gottesdienst, wo er für die Technik zuständig ist.

Aber auch bei allen anderen Aktivitäten ist er stets mit dabei. Zum Beispiel, wenn es darum geht, das Kirchenlogo auf eine Gemeindehauswand aufzumalen.Kevin lebt mit seiner Mutter, die Angestellte der Kirche ist, und mit Onkel und Großmutter zusammen in einem kleinen Haus gegenüber der „Iglesia Luterana“.Seit 2010 bekommt er von der Döbrich – Stiftung ein Stipendium von 500 Cordoba im Monat. Damit finanziert er sich seine Ausbildung in Rechnungswesen und Buchhaltung. Im Oktober 2011 wird er dann in diesem Bildungszweig auch sein technisches Abitur machen, um mit diesem Abschluss ein Studium als Buchhalter zu beginnen. Später möchte er dann gerne einmal in einer Bank arbeiten.„ Es wäre toll, wenn ich in Zukunft weiterhin ein Stipendium bekommen könnte, um diese Pläne zu verwirklichen!!!

 

Auszug aus Revista 6 /2013

Kevin ist 18 Jahre alt. Er ist der einzige Sohn einer allein erziehenden Mutter. Bisher hat er zusammen mit seiner Mutter und seinem Onkel im Haus der Großmutter gelebt. Als Kevin ein Jahr alt war, haben sich seine Mutter und sein Vater getrennt. Er wurde von seinen Großeltern mütterlicherseits aufgezogen, da seine Mutter den ganzen Tag in einer Versicherungsfi rma arbeitete. Sein Großvater war wie ein Vater für ihn. Er starb, als Kevin elf Jahre alt war. Doch er hatte von ihm gelernt, sich von seinen Werten leiten zu lassen, z.B. für Ziele zu kämpfen und durchzuhalten.

Nach dem Tod seines Großvaters spürte er eine Leere in seinem Leben. Damals lud ihn sein bester Freund zur Jugendgruppe der lutherischen Kirche ein. Kevin gefiel es dort sehr gut, da er fand, was sein Leben erfüllen sollte: die Liebe Gottes und der Dienst für andere Menschen. Inzwischen ist Kevin seit fast sechs Jahren in der Kirche. Die Kirche ist für ihn ein Ort geworden, in dem er sich als Jugendleiter, als Mensch und vor allem auch spirituell weiterentwickeln konnte. In der ILFE ist er mit wichtigen Th emen in Kontakt gekommen.

Er konnte in andere Länder reisen, um sich mit anderen Jugendlichen auszutauschen und gemeinsam zu lernen. Die ILFE hat ihm auch als Ort gedient, um sich von Lasten zu befreien. Hier hat er gelernt, seine Gefühle auszudrücken: singen, spielen, lachen, weinen; Dinge, die er in einer anderen Umgebung möglicherweise nicht hätte tun können. In der Gemeinde singt er im Chor und ist verantwortlich für die Tontechnik beim Gottesdienst.

Er nimmt teil an der Ausbildung der Leiter, ist Mitglied der Gruppe “Gender und Gewalt” und leitet auch Workshops zu den Th emen Männlichkeit und HIV für andere Jugendliche. Ebenso hat er seine ersten Schritte auf dem Weg der berufl ichen Entwicklung im Verwaltungsbüro der ILFE als Buchhaltungsassistent unternommen. Seine Hobbys sind Fußball und Ausgehen mit Freunden. Er liebt es, Musik zu hören, Filme zu sehen, zu zeichnen und zu kochen. Inspiriert duch seinen Vater hat er das Fachabitur in Buchhaltung geschafft und befindet sich nun im zweiten AusbildungsJahr für öff entliches Rechnungswesen.

An der Universität konnte er das ökonomische System des Landes besser verstehen. Dank des Stipendiums, das ihm die Stiftung all diese Jahre gegeben hat, konnte er mit seinem Studium fortfahren. Dieses Stipendium ist ein Ansporn, sich weiter zu entwickeln und auch eine persönliche Verpflichtung, etwas an seine Kirche zurückzugeben und anderen mit seinen Kenntnissen zu helfen. Wenn er sein Studium beendet hat, hofft er, zum Unterhalt seiner Familie beitragen zu können und aus eigener Kraft weiterzukommen.

 

Auszug aus Revista 11 /2015

Den ehrgeizigen Kevin Josué aus Nicaragua interessiert sein Studium Finanzbuchhalter immer noch sehr. Er ist nun ein gutes Stück weiter und braucht nur noch zwei Jahre bis zum Abschluss. Sein Ziel ist es, mit ausgezeichneten Noten abzuschließen, so dass er gegenüber dem akademischen Plan der Universität „nichts offen lässt“. Ja, er liegt mit seinem Ergebnis von 92 Notenpunkten bereits jetzt über dem Klassendurchschnitt und ist zu seiner vollen Zufriedenheit als hervorragend eingestuft. Er brennt darauf, bald seine Kenntnisse in die Praxis umzusetzen, und zwar vorzugsweise in einer Organisation, in der er die Armen sowohl wirtschaftlich wie spirituell unterstützen kann. In seiner Freizeit engagiert er sich in seiner Kirche Iglesia Luterana de Nicaragua Fe y Esperanza. Er versucht, die gemeindliche Arbeit in einer selbstlosen Art und Weise zu unterstützen, weil er glaubt, dass ihn seine positiven Erfahrungen dazu befähigen, Christus in dieser Hinsicht nachzufolgen. Wertvoll ist für ihn auch die Erkenntnis, dass er durch seine Arbeit die Visionen und Gedanken anderer Personen zum Positiven ändern kann.