Menu

Stiftungstreffen 12. Juli 2026

Allmählich spielt sich das Konzept eines verkürzten Sommertreffens ein. Nach dem Gottes-dienst um 9:30 Uhr beginnt der „Stiftungs-Kaffee“ gegen 10:45 Uhr und dauert bis 13:00 Uhr.

Wir rechneten bereits zum Gottesdienst mit Gästen aus der Sommerschule in Neuendettelsau – Pastor diácono Rogel Rodríguez aus El Salvador und unsere Stipendiatin Sury Rodriguez aus Honduras. Sury macht zur Zeit ein Süd-Nord-Freiwilligen -Jahr in Aschaffenburg. Wegen eines Missverständnisses bezüglich des Zielbahnhofs irrten sie zwischen Feldafing und Starnberg-Nord umher, bevor sie von Tobias Döbrich mithilfe von Kerstin Schönleben „entdeckt“ und zum Fest gebracht werden konnten.

Dort berichteten sie über ihre Gemeinden und Zukunftsperspektiven. Beide Gäste sind sehr engagiert und in vielen Kreisen von der Sonntagsschule bis zur Frauenarbeit tätig. Rogel Rodríguez hob vor allem die diakonische Arbeit seiner Kirche hervor, die sich in seiner Gemeinde in Küstennähe vor allem um die Wasserversorgung der Bevölkerung kümmert. Es geht darum, über einen tiefen Brunnen Wasser in die Häuser und auch auf die Trockenfelder zu bringen. Dieses Projekt wird die Lebens- und Ernährungsbedingungen in dieser Region enorm verbessern. Unterstützt wird die Arbeit von Mission EineWelt.

Sury Rodriguez ist aktiv in der Jugendarbeit der Auferstehungsgemeinde in Tegucigalpa. Sie studiert das Fach „relaciones internacionales“ und hofft einmal im diplomatischen Bereich oder bei Firmen mit internationaler Verflechtung Arbeit zu finden.

Ein 2. Teil des Treffens galt der Information über die privat finanzierte Begegnungsreise einer Gruppe der Stiftung nach Zentralamerika. Von den vier Mitgliedern der Reisegruppe waren anwesend: Dr. Jürgen Löschberger, Dr. Erich Theodor Barzen und der Berichterstatter. Zunächst wurden touristische Highlights auf dem Isthmus von Amerika vorgestellt – darunter die Maya-Ausgrabungsstätte von Copan (Honduras), der Canyon des Rio Coco und die Kolonialstadt Granada in Nicaragua, der Vulkan Boqueron mit seinem Nationalpark (El Salvador), die Kolonialstadt Antiqua (Guatemala), die Spheren im Diquís-Delta und die Tierrettungsstation bei Cahuita/Karibik (Costa Rica).

Den Schwerpunkt der Berichterstattung nahmen allerdings die Begegnungen mit den StipendiatInnen sowie Gespräche mit den Verantwortlichen in den Kirchenleitungen ein. Im Unterschied zu den Nuller-Jahren mit ihrer Aufbruchstimmung nach den Bürgerkriegen liegt gegenwärtig ein Schatten über den Ländern.

Um die Probleme der Jugendgewalt und der Arbeitslosigkeit zu lösen, tendieren viele Regierungen zu autoritären Maßnahmen. Dazu kommen gegenwärtig die „Rückführungen“ von lateinamerikanischen Einwanderern in die USA, die den ökonomischen Druck in ihren Heimatländern verschärfen.

Auch erfolgreiche Absolventen unserer Stipendienarbeit haben es manchmal schwer, eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Unsere Gespräche mit den Stipendiaten waren einerseits geprägt von Dank für alle Unterstützung, andererseits aber auch von Sorge über die Zukunftsperspektiven. Dennoch ist eine abgeschlossene Ausbildung immer noch der beste Garant, um später auf eigenen Füßen zu stehen.
Etwa 40 Teilnehmer folgten der Einladung zum Stiftungskaffee nach dem Gottesdienst. Dr. Tito Gómez und Gustavo Ramírez, die zuletzt noch eintrafen, beendeten das Treffen mit einigen Liedern aus dem Umfeld der Befreiungstheologie.
Wolfgang Döbrich


 
 Predigttext Wolfgang Döbrich