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Jahresbericht 2010

1. Entwicklung
 
Das dritte Jahr als „Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts“ war für die „Annette und Wolfgang Döbrich-Stiftung zur Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Zentralamerika“ wiederum sehr erfolgreich. Dafür gebührt wieder vielen Menschen Dank. Doch dazu später.
Zunächst einige Zahlen im Überblick. Wir konnten im vergangenen Jahr wieder mehr StipendiatInnen fördern. Das Grundkapital wuchs, ebenso die Spenden für Stipendien.
Wenn ich einige Zahlen nenne, um die Entwicklung unserer Stiftung zu darzustellen, soll das nur eine Richtung angeben. Die exakten Zahlen erfahren wir aus dem Bericht unseres Schatzmeisters.
Im vergangenen Jahr erhöhte sich das Grundstockvermögen um ca. 45.000 €. Somit  betrug das Grundkapital Ende 2010 ca. 182.000 € (Vorjahr 137.000 €). Zu den Zustiftungen (Spenden und Kollekten), Zinsen und Ergebnissen aus Bona-fide-Zuwendungen unserer Hausbank kamen weitere Spenden für die Stiftungsarbeit selbst, sprich für die Finanzierung von Stipendien. Es waren im vergangenen Jahr ca. 6.000 €. Mit alledem konnten wir im Jahr 2010 für insgesamt 26 StipendiatInnen 21.000 USD überweisen. Das bedeutete mehr als die Verdoppelung der Stipendienempfänger (von 12 auf 26) und eine Erhöhung der gesamten Stipendiensumme von ca. 12.250 USD auf die genannten 21.000 USD. Dies alles zeigt wie aktiv und dynamisch sich unsere Stiftung entwickelt.

2. Aus dem Stiftungsleben
 
Am 1. Januar feierten wir nach gutem Brauch das 6. Stiftungsfest in unserem Haus im Traubinger Moosweg in Feldafing. Hier berichtete der gerade zurückgekehrte letzte „Auslandsvikar“, den ich noch entsandte, Pfr.z.A. Simon Döbrich, über seine Erfahrungen in Nicaragua. Sein Wirken – nicht zuletzt auch für die Stiftung - führte dazu, dass wir in diesem Jahr fünf neue Stipendiaten aus Nicaragua bekamen.
Am 15. März 2010 traten Beirat und Vorstand der Sitzung zu ihrer dritten Jahresversammlung in Mission EineWelt, Neuendettelsau, zusammen. Neben den finanziellen Grundsatzbeschlüssen wurde ausführlich über die alten und neuen StipendiatInnen gesprochen. Wir billigten das neue System der Einstellung der Stipendienunterlagen in den internen Bereich unseres Webauftritts (Homepage). Hier entsteht nun eine sehr übersichtliche Datenbank mit den Antragsunterlagen, Berichten, Briefen und Bildern unserer StipendiatInnen. Die Mitglieder des Vorstands und des Beirats der Stiftung können sich dort jederzeit über einzelne Stipendienempfänger informieren.
Im vergangenen Jahr erhielten wir mehrfach Besuch aus Zentralamerika. Dies hing mit zwei ökumenischen Großereignissen zusammen, die im vergangenen Jahr in Deutschland stattfanden. Da war zum einen der 2. Ökumenische Kirchentag in München (13.-16. Mai) und zum anderen die 11. Vollversammlung des Lutherischen Weltbunds in Stuttgart (20.-27. Juli). Zu beiden Events wurden Vertreter unserer zentralamerikanischen Partnerkirchen eingeladen.
 
Der Besucherreigen begann mit Rvdo. Rafael Menjivar, dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Lutherischen Kirche in El Salvador. Am 18. März gestalteten wir mit ihm einen Seniorennachmittag in unserer Kirchengemeinde Feldafing-Pöcking. Diese erstmalige Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Kirchengemeinde setzten wir auch bei anderen Gelegenheiten fort. Sie hat sich gut bewährt und gibt der Stiftung einen öffentlichen Raum in Feldafing-Pöcking, der auch zu neuen Kontakten und neuen Zustiftungen und Spenden führt.
 
Zum Ökumenischen Kirchentag wurde Bischof Dr. Medardo Gómez nach München eingeladen. Er referierte dort über seinen früheren Lehrer Erzbischof Oscar Romero in San Salvador. Am Samstag, 15.Mai, kam er nach Feldafing und berichtete im Gemeindesaal unserer Johanniskirche über die Situation in El Salvador mit den ersten Schritten der neuen Regierung Funes, von der er sich ein neues soziales Klima im Land erhofft. Deutlich wurde, welche riesigen Probleme der Gewalt, der Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit im Land zu überwinden sind. Täglich verlassen hunderte Personen das Land, um Arbeit in den Vereinigten Staaten zu finden. Gómez dankte der Stiftung, die mittlerweile 13 StipendiatInnen in El Salvador fördert.
  
 
Das Sommerfest der Stiftung fand am 16. Juli statt. Eingeladen waren Kirchenpräsident Martín Girón, Honduras, und das binationale Künstlerehepaar Gerti und Julio Melara aus Costa Rica. Sie informierten über die Situation von Kindern und Jugendlichen in ihren Ländern. Rvdo. Girón hat vor einem halben Jahr (November 2009) die Leitung seiner Kirche übernommen. Er wurde nach absolviertem Studium an der Lutherischen Universität in San Salvador und einem halbjährigen Vikariat ordiniert, gewählt und in sein Amt eingeführt. Sein Bericht über die Situation in Honduras nach dem Staatstreich im vorausgegangenen Jahr und über seine Kirche, die sich nach schwerer Zeit wieder „zurechtrütteln“ muss, zeigt, wie schwer der Neubeginn in Honduras ist. Die Melaras arbeiten erfolgreich mit der costaricanischen lutherischen Kirche – und mit einigen unserer StipendIatinnen - in Armenbezirken der Hauptstadt San José. Mit ihrer Musik begeistern sie Jugendliche und bringen sie zu neuer Orientierung und Ordnung im Leben. Die geringere Besucherzahl des Sommerfestes (ca. 25) weckte Zweifel an der Kombination Gemeindeveranstaltung – Sommerfest, lässt sich aber auch auf das „doppelte Angebot“ von zwei „offiziellen“ Veranstaltungen zurückführen. Auch das anschließende Konzert der Melaras in Starnberg mag sein Teil zur geringeren Besucherzahl beigetragen haben.
 
 
Damit war der Besuchsreigen aus Zentralamerika noch nicht beendet. Im November verlängerte unsere Landessynode die Partnerschaftsverträge mit Zentralamerika und Brasilien, sowie den „Dreiervertrag“ (IECLB – CILCA – ELKB). Dazu lud sie die Bischöfe sowie die beiden Kirchenpräsidenten (IECLB, ICLH) der jeweiligen Partnerkirchen ein. Dies führte zu einer Reihe von Kontakten in München, Nürnberg und Selb sowie zu einem festlichen Abendessen am 24. November in Feldafing. Bischöfin Victoria Cortez und Medardo Gómez berichteten in einem kleineren Kreis über die Jugendarbeit ihrer Kirche und die Zusammenarbeit mit unseren StipendiatInnen. Beide nutzten die Gelegenheit zu einem ausführlichen Dank an die Stiftung und die Menschen, die sie durch Zustiftungen, Spenden, Kollekten und Arbeit in Gremien und Arbeitskreisen tragen.

3. Die StipendiatInnen 2010
 
Einzelheiten zu den jeweiligen Personen finden Sie im Webauftritt und besonders in seinem nicht allgemein zugänglichen Teil. Hier sollen einige allgemeine Bemerkungen genügen.
 
El Salvador
 
Jonatan (1994 – ID 1) und David (2000 – ID 2): ein Brüderpaar aus dem Armenviertel San Miguelito, die zur „Casa La Esperanza“ kommen. Sie gehen noch zur Schule und werden von Waltraud Köhler betreut.
Donal (1978 – ID 9): noch nicht ordinierter Pfarrer einer Armengemeinde mit großer Jugendarbeit in San Salvador („Kilometer 11“ an den Bahngeleisen), will theologisches Examen machen, verheiratet, ein Kind. Nimmt regionale und überregionale Aufgaben war.
Teresa (1991 - ID 12): Aus der Gemeinde Nueva Concepción, studiert Buchhaltung in San Salvador. Ihre Mutter ist Alleinerziehende mit drei Kindern. Teresa bekam ein Kind. Sie unterbrach das Studium.
Bella (1986 – ID 13): Tochter eines Pfarrerehepaares mit fünf Kindern. Bella ist verheiratet, hat ein Kind, sie studiert Marketing, ist kirchlich sehr engagiert (Jugendarbeit der Auferstehungsgemeinde, nationaler Jugendrat, junta directiva).
Arilene (1990 - ID 14): Tochter eines Landpfarrers mit 4 Kindern in Nueva Esperanza an der Grenze zu Honduras. Studiert Theologie, arbeitet in einer kirchlichen Rundfunkstation mit. Arilene wurde schwer krank. Sie konnte das Studium nicht fortsetzen und schied im vergangenen Jahr aus der Förderung aus.
Maria  (1989 – ID 15): Tochter einer Landarbeiterfamilie mit vier Kindern aus Guarjilla, nahe Honduras. Sie ist Katholikin, hilft in der evangelischen Jugendarbeit mit. Studiert Buchhaltung. Ist vorbildlich in der Zusammenarbeit mit der Stiftung – Berichte, Briefe.
Linda  (1988 – ID 19): studiert Psychologie, um Traumatisierungen heilen zu helfen. El Salvador: ein Land voller Gewalterfahrungen. Arbeitet ehrenamtlich in der Gemeinde „Cristo libertador“ mit („apoyo psicopedagógico“). Entwickelt ehrgeizige Halbjahrespläne über ihre Mitarbeit in Gemeinde und Kirche.
Adriana  (1990 - ID 21): macht ein Design-Studium. Ist in der Jugendgruppe der Auferstehungsgemeinde in San Salvador engagiert. Briefwechsel mit deutscher Partnerin fällt leider sehr schwer.
Laura  (1989 - ID 22): studiert Medienkommunikation. Ist wie ihre Schwester in der Jugendarbeit der Auferstehungsgemeinde in San Salvador engagiert. Hat Freude am Journalismus. Briefwechsel mit deutscher Partnerin fällt leider sehr schwer.
José  (1988 - ID 23): studiert Jura. Lebt auf dem Land. Ist in der Jugendarbeit seiner Gemeinde „Santísima Trinidad“ in Pasaquina engagiert.
Marvin  (1987 - ID 24): studiert Agrarwissenschaften. Ist in der Jugendarbeit seiner Gemeinde „Las Minas“ sowie in der Kirchengemeinde engagiert. Briefwechsel mit deutscher Förderin fällt leider sehr schwer.
Emely  (1974 - ID 25): ist engagierte Gemeindepfarrerin (Pastora Diácona) und möchte ordiniert werden. Dazu muss sie ihr Theologiestudium an der Lutherischen Universität in San Salvador abschließen.
Martín (1990 - ID 32): studiert Theologie. War mit Bischof Gómez als Jugenddelegierter der Lutherischen Weltversammlung in Deutschland. Ich habe ihn in Neuendettelsau kennengelernt. Macht einen sehr engagierten Eindruck.
Die Stipendiaten aus El Salvador gehen engagiert ihren Studien nach. Sie sind eine Auswahl aus einer Liste von 25 BewerberInnen, die Bischof Medardo Gómez zu Beginn des Jahres 2009 vorlegte. Viele sind Töchter und Söhne kirchlicher Mitarbeiter, die oft so wenig verdienen, dass sie ihren Kindern – zumal wenn es mehrere sind – keine Ausbildung finanzieren können. Drei weitere Jugendliche der Gómez-Liste werden von Mission EineWelt gefördert.
 
Honduras
 
Dania  (1982 – ID 3): Ehrenamtliche Jugendleiterin in der Armengemeinde „Camino de Emaús“ in Tegucigalpa, 6 Geschwister, Eltern Gelegenheitsarbeiter. Machte mit unserer Hilfe das Abitur, studiert jetzt Psychologie. Leidet unter der verworrenen Situation im Land.
Gerardo (1985 – ID 10): Gerardo arbeitete als Bürokraft im Kirchenbüro der ICLH. Er entschloss sich, Betriebswirtschaft zu studieren. Gerardo litt am meisten unter dem politischen Wechsel. Musste sein Studium abbrechen.
José  (1989 – ID 16): Einziger Sohn einer alleinerziehenden „pastora diácona“, will Computeringenieur werden. Hilft der Mutter mit seiner Gitarre in den Gottesdiensten, arbeitet aber auch in anderen Gemeinden musikalisch mit. Leidet unter der verworrenen Situation im Land.
Inmer (1983 - ID 33): studiert Krankenpflege. Ist Koordinator seiner Gemeinde Chacalapa bei La Ceiba. War Mitglied im Consejo Nacional der Christlich Lutherischen Kirche in Honduras. Bekam aufgrund von Findungsschwierigkeiten seiner Kirche das Stipendium erst im 2. Halbjahr.
Alle StipendiatInnen in Honduras machten 2010 ein schweres Jahr durch. Der Staatstreich 2009 beeinträchtigt nach wie vor das politische Leben im Land. Ein geordnetes Studium war in der Staatsuniversität kaum möglich. Erst in der 2. Hälfte des Jahres verbesserte sich die Situation. Auch damit muss eine Stipendienstiftung rechnen.
 
Nicaragua
 
Soliette (1989 – ID 7): Als ich 1999 meine Arbeit in Lateinamerika begann, begegnete mir Soliette in einer Jugendgruppe. Heute ist sie Jugendleiterin und Laienpastorin. Sie studiert Medizin, war selber schwer krank und wurde im August mit finanzieller Hilfe einiger Zustifter operiert. Es geht ihr wieder gut. Sie setzt ihr Studium mit Erfolg fort.
Mario  (1986 – ID 20 ): Nach der Emigration seiner Mutter nach Costa Rica musste Mario für Großmutter und Schwester sorgen. Er engagiert sich als „pastor diácono“, will aber seinen Abschluss als Informatiker machen. Beendete sein Studium erfolgreich. Bekam eine Förderung für seine Abschlussprüfungen. Arbeitet in der ILFE als Pastor und Webmaster.
Issac  (1993 - ID 26): Isaac geht noch auf die Schule. Will das Abi machen. Ist Mitglied der Jugendarbeit der Kirche. Mutter alleinerziehende Angestellte.
Elvis (1989 - ID 27): Elvis geht noch auf die Schule. Will das Abi machen. Ist Mitglied der Jugendarbeit der Kirche. Mutter alleinerziehende Wäscherin.
Alexander  (1994 - ID 28): Alexander geht noch auf die Schule. Will das Abi machen. Ist Mitglied der Jugendarbeit der Kirche. Mutter Hausfrau.
Kevin  (1994 - ID 29): Kevin geht noch auf die Schule. Will das Abi machen. Ist Mitglied der Jugendarbeit der Kirche. Mutter alleinerziehende Wäscherin.
Jonatan(1993 - ID 30): Jonatan geht noch auf die Schule. Beendete im Berichtszeitraum die „Secundaria II“ erfolgreich. Will nun Buchhaltung studieren. Ist Mitglied der Jugendarbeit der Kirche. Mutter alleinerziehend, Haushaltshilfe, acht Geschwister.
In Nicaragua haben wir erste Erfahrungen mit Abschlussstipendien gemacht. Mario und früher Noel brauchten  nur eine einmalige Hilfe. Die Kirche hat im vergangenen Jahr eine Reihe von Schülern für ein längerfristiges Stipendium vorgeschlagen. Die Bedürftigkeit und das Engagement sind jeweils gegeben. Gute Kontakte sind über die Freiwillige Lena Saenger gegeben.
 
Costa Rica
 
    
  
 
Hazel (1992 – ID 8): Hazel begegnete mir als Jugendleiterin im Bananenland von Sarapiquí. Ihre Eltern sind Migranten aus Nicaragua. Ohne unsere Hilfe müsste Hazel ohne Schulabschluss in einer Bananenplantage arbeiten. Wir helfen ihr zum Schulabschluss. Ihr Wunsch ist es, Psychologie oder Soziologie zu studieren.
Brenda  (1987 – ID 17): Auch Brenda ist mit ihrer alleinerziehenden Mutter und ihrer Schwester Migrantin aus Nicaragua. Sie lebt im Armenviertel La Carpio bei San José. Über die Aktion „futbol por la vida“ kam sie zur Kirche. Sie studiert nun Theologie.
Teresa  (1956 – ID 18): Teresa ist unsere Seniorin. Die Satzung ermöglicht altersbezogene Ausnahmen für Berufe in der Kirche. Teresa leitet ohne zureichende Ausbildung die „casa abierta“ für Kinder im Armenviertel Alajuelita bei San José. Dabei ist sie auch unseren Freiwilligen seit Jahren Vertrauensperson. Jetzt will sie ihren Sekundarabschluss machen.
Mercedes  (1992 - ID 31): AuchMercedes möchte das Abitur machen. Ist als nicaraguanische Migrantin in der Jugendarbeit der Gemeinde La Carpio engagiert. Mutter alleinerziehende Hausfrau, drei Geschwister.
Die Kirche in Costa Rica bietet durch ihre diakonisch-missionarische Arbeit echte Berufsperspektiven. Doch braucht sie auch qualifiziertes Personal. So helfen wir hier besonders in der Weiterqualifizierung von Mitarbeiterinnen. Das „bachillerato“ („Abitur“) in Lateinamerika ist die Voraussetzung für eine qualifizierte Berufsausbildung (nordamerikanisches System).

4. Die Stiftung in den Medien
 
Der Ausbau der Homepage wurde sehr wichtig. Iradj Teymurian hat das gegenwärtige System aufgebaut. Er griff dabei auf die Vorlage von Tobias Döbrich zurück. Die Seite gibt einen umfassenden Einblick in Struktur und Arbeit der Stiftung. Unsre StipendiatInnen sind mit jeweils einem „Profil“ vorgestellt. Die Homepage wird fleißig besucht. Seit Beginn der Zählung (Frühlingsanfang 21.3.2010) haben an die 1.700 Menschen die Seite angeklickt, d.h. im Schnitt 5-6 Besucher am Tag. Der Webauftritt ist ausbaufähig. Er könnte die Situation der Länder und aktuelle Informationen aus den Bereichen Jugend und Bildung in Zentralamerika bringen. Dazu aktuelle Informationen aus den Partnerkirchen. Doch fehlen dazu unsere Kapazitäten.
Gegenwärtig betreut Tobias Döbrich die Homepage in enger Absprache mit Iradj Teymurian und Ralf Schenk. Seine Arbeit bezieht sich vor allem auf die Pflege der Datenbank im geschützten Bereich und die Darstellung der StipendiatInnen im öffentlichen Teil. Nach unserer bisherigen Arbeitsweise werden – wenn irgend möglich – von jedem Stipendiaten 10 Dokumente eingestellt: A: Motivationsschreiben span. – dt., B: Antrag, C: Aval der Kirchenleitung, D: Vereinbarung Stipendiat – Kirche – Stiftung, E: Matrikel, F-G: Bericht über Ausbildung und kirchliches Engagement span. – dt.,
H: Noten, I: Quittungen.
Ein Übersetzerteam aus ehemaligen Freiwilligen hilft bei den Übersetzungen. Hier ist mittlerweile an eine Vereinfachung zu denken.
Erinnern möchte ich an unseren Auftritt im „Spendenportal.de – Das Spendennetzwerk für Deutschland“, den Dr. Jürgen Löschberger veranlasst hat. Über www.spendenportal.de kann man sich über viele Möglichkeiten, zu spenden und damit Gutes zu tun, informieren. Dort findet man uns unter den einschlägigen Stichwörtern (z.B. Zentralamerika, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica etc.). Die Seite ist auch mit unserer Homepage verlinkt, so dass auf diesem Weg auch Online-Spenden überwiesen werden können.
Die im vergangenen Jahr angedachte Reise nach Zentralamerika (13.-28. November 2010) in Zusammenarbeit mit den „Leserreisen Rothenburger Sonntagsblatt“ kam leider nicht zustande. Letztlich war es nur eine Handvoll Personen, die sich dafür näher interessierte. Vielleicht trugen der Preis (ca. 3.000 €) oder auch das intensive kirchliche Beiprogramm (4 Länder, jeweils Begegnungen mit den 4  Kirchenleitungen, Gemeindebesuche und Treffen mit StipendiatInnen – und das alles in 14 Tagen) zum geringen Interesse bei. Auch ist das gegenwärtige Klima der Gewalt in El Salvador und Honduras nicht unbedingt reisefördernd. Die Bereitschaft besteht nach wie vor, persönliche Erfahrungen in dieser wunderschönen und interessanten Region zu ermöglichen.
Schließlich muss noch auf die neue „Revista Informativa“ verwiesen werden. Früher habe ich den Kontakt zu den Förderern und Interessierten an unserer Stiftung durch den Versand meiner Reiseberichte und anderer Unterlagen gehalten. Nun mache ich keine Dienstreisen mehr in die Region. Andererseits liegen viele interessante Unterlagen vor: Berichte unserer StipendiatInnen, Informationen von Mitarbeitern aus dem Umkreis von Mission EineWelt, Presseveröffentlichungen usw. Der Gedanke lag nahe, aus all diesen Texten und Bildern ein Informationsblatt, eben eine Revista Informativa, zu machen. Ein sechsköpfiges Team mit der Layouterin Beth Shaw wurde gefunden und eine erste Ausgabe hergestellt. Die Resonanz war sehr positiv. Geplant ist, die Revista zweimal im Jahr herauszubringen. Ich bedanke mich bei allen, die daran mitgewirkt haben. Damit komme ich zu Punkt
 
5. Dank für gute Zusammenarbeit
 
Die gute Entwicklung der Stiftung im Berichtsjahr verdankt sich in erster Linie all denen, die zu ihrem Wachstum durch Zustiftungen, Kollekten und Spenden beigetragen haben. Der Dank wird in persönlichen Briefen an die Spender und Spenderinnen zeitnah zum Ausdruck gebracht.
Die positive Entwicklung verdankt sich aber auch der engagierten Mitarbeit zahlreicher FreundInnen und Unterstützer dieser Stiftungsarbeit. Ihnen allen – Vollständigkeit ist nicht gewährleistet - sei explizit herzlicher Dank gesagt für die gute Zusammenarbeit in den verschiedenen Bereichen:

Feldafing, 15. Februar 2011, Wolfgang Döbrich, Vorsitzender