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Freidy

 

 http://doebrich-stiftung.de/media/Bilder_Stipendiaten/73_Freidy.jpg  
Vorname :   Freidy Madeley
Land :   Nicaragua
Geburtsjahr :   1995
Angestrebtes Bildungsziel :   Sprache und Literatur
Beginn der Ausbildung :   2015
Geplante Beendigung der Ausbildung:  
Auszug aus Revista 10/2015

 

 

Freidy ist in Rodeito/Nicaragua, einem kleinen Dorf nahe der honduranischen Grenze, bei ihren Großeltern Gerzan und Emperatriz (Laien-Pastoren der Iglesia Luterana „Fe y Esperanza” – Lutherische Kirche „Glaube und Hoff nung”, ILFE) in ärmlichen Verhältnissen auf dem Land aufgewachsen, ohne Strom, fließend Wasser, mit Holzofen bzw. offener Feuerstelle. Von klein auf war sie bei den Gottesdiensten dabei, die ihre Großeltern in der eigenen sowie in den umliegenden Comunidades angeboten hatten, und unterstützte sie singkräftig.
Seit 2 Jahren studiert Freidy in Somotillo Sprache und Literatur. Immer samstags sind ihre Kurse. Dazu muss sie mit dem Bus, der nur einmal am Tag fährt, 1,5 Std. in die Stadt und abends wieder zurück. Zum Glück hat sie eine Schwester (Darling) und eine Tante (Maryuri), die in Somotillo mit Mann und Kindern leben, bei denen sie immer mal übernachten kann. So pendelt Freidy zwischen Großeltern, Tante und Schwester und hilft überall im Haushalt tatkräftig mit.
Einmal monatlich fährt sie mit den Großeltern, einem Onkel (Maryan) und einigen anderen, die für die ILFE arbeiten und sich engagieren, nach Managua zur Reunión in der Zentralkirche.
Freidy ist Líder de Jovenes (Jugendleiterin) und organisiert in einer benachbarten Comunidad einen Jugendtreff. Bei vielen Aktionen der ILFE rund um Somotillo, aber auch in Managua ist sie anzutreffen, wo sie sich für Gemeinschaft engagiert.
Freidy ist eine fröhliche, engagierte, tatkräftige und mitfühlende junge Frau, die sich des Privilegs zu studieren bewusst ist.

Portrait von Kathrin Dreher

 


Zusatz der Redaktion:

Freidy ist jetzt Leiterin der Frauenarbeit in den Gemeinden der ILFE und bereit, in weiteren Bereichen aktiv zu werden. Eigentlich wollte sie, nachdem sie die Schule beendet hatte, Sozialarbeit studieren. Um die Voraussetzungen dafür zu erfüllen, fehlten aber die finanziellen Mittel. Das Fach „Sprache und Literatur“, für das sie sich dann entschied, war für sie die einzige andere Option. Sie hofft sehr, mit Hilfe des Stipendiums ihr Wunschstudium doch noch zu realisieren.