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Laura Elena

 

 
Vorname :   Laura Elena
Land :   El Salvador
Geburtsjahr :   1989
Angestrebtes Bildungsziel :   Journalistin
Beginn der Ausbildung :   2009
Geplante Beendigung der Ausbildung  :   2014

 

Ausschnitt aus Revista 1 /2010

...außerdem analysierten wir eine öffentliche Kampagne, die im Land aufgekommen ist. Es handelt sich um eine Kampagne gegen den Konsum von Schildkröteneiern „Lasst uns aufhören unsere Zukunft zu essen, sie könnte uns ausgehen.“ Diese Arbeit hat mir gefallen und mir viel geholfen.

 

Ausschnitt aus Revista 3 /2011

Seit etwa 2 Jahren erhält Laura ein Stipendium über die Döbrich-Stiftung. Sie konnte dadurch trotz der prekären Familiensituation, da beide Eltern ohne festes Einkommen sind, ihr Kommunikationsstudium weiterführen. Zwischenzeitlich ist sie im fünften Studienjahr, wird ihre restlichen drei Prüfungen ablegen, um im nächsten Jahr die Seminare und Praktika zu absolvieren, die für die Graduation im Jahr 2013 verpflichtend sind.
Laura nutzte die Studienzeit auch dazu praktische Erfahrungen zu sammeln. „Ich wurde ausgewählt um im Uni-Radio mitzuarbeiten, hier konnte ich sehr viel über das Medium Radio erfahren, momentan arbeite ich im Radio – Bereich Werbung. Durch meine Teilnahme an einem Tanzwettbewerb, der drei Monate dauerte und wöchentlich im Fernsehen ausgestrahlt wurde, konnte ich lernen, wie Fernsehen funktioniert. Vor zwei Monaten beteiligte ich mich an einem Foto-Shooting einer Tageszeitung in der Hoffnung dadurch Zugang zu einem Praktikum zu bekommen… Ich empfinde es als Privileg studieren zu können, was in El Salvador wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten für viele Jugendliche unmöglich ist und ohne die finanzielle Hilfe hätte auch ich mir meinen Traum nicht erfüllen können“.
Neben der finanziellen Unterstützung ist für Laura aber auch ein anderer Aspekt wichtig: „Die internationale Beziehung und Hilfe wird in meinem Land als Segen empfunden, in meinem Fall fühle ich mich doppelt gesegnet, da meine Schwester ja ebenfalls ein Stipendium über die Stiftung erhält“.
Und was wird Laura dann machen – angesichts der vielen Probleme in El Salvador? Wird sie eine Stelle erhalten? Laura: „Ich mag die Medien, aber mich begeistert auch die soziale Arbeit, um mit Projekten bedürftigen Gemeinden zu helfen“. Und so engagiert sie sich schon jetzt in einem „Tanz-Projekt“ für Jugendliche einer Gemeinde, die in einem sehr schwierigen Umfeld leben. Durch die Hilfe aus Deutschland und ihren persönlichen, leidenschaftlichen Einsatz wird Laura sich ihren Traum erfüllen.

Waltraud und Helmut Köhler

 

Ausschnitt aus Revista 7/ 2013:


Ich studiere im fünften Jahr das Fach Kommunikations­wissenschaften an der Uni­versität José Simeón Canas in El Salvador. Ich bin 23 Jahre alt und stehe kurz vor meiner Abschlussarbeit.  Neben meinem Studium bin ich eine leidenschaftliche Tänzerin. Dank der Tanzkunst habe ich mir bereits einen mei­ner Wünsche erfüllen können: Ich arbeite im Nebenjob als professionelle Tänzerin in einer Fernsehshow und bin in El Salvador bekannt. Dabei lerne ich viel über das Fernsehbusiness, sodass mir nur noch der Einblick in die Welt des Radios fehlt, der letzte Baustein, um die kom­plette Medienwelt zu überschauen.  Dieses Jahr absolvierte ich ein Praktikum bei einer nationa­len Tageszeitung, deshalb kann ich mir durchaus vorstel­len, später beruflich in den Medien zu arbeiten.  Derzeit unterrichte ich Ballett, ich arbeite sehr gerne mit Kindern und hätte gerne eine eigene Ballettschule für Kin­der. Ich hatte bereits die Möglichkeit, Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der lutherischen Kirche zu unterrich­ten und habe dabei herausgefunden, dass ich am liebsten mit Kindern arbeite.  Eines meiner nächsten Vorhaben ist es, Englisch auf einem guten Niveau zu erlernen, und – falls möglich – noch eine weitere Fremdsprache.  Ich möchte der Stiftung Döbrich in Deutschland und ihren Spendern unendlich danken, da sie mir in meinem Stu­dium so sehr geholfen haben. Auch wenn es nicht immer leicht ist, studiere ich auf einer renommierten Universität und bin motiviert, mein Bestes zu geben. Ich möchte der Stiftung zeigen, dass aufgrund ihrer Hilfe eine weitere Per­son einen Universitätsabschluss erlangen konnte. Herzlichen Dank
 

 

Ausschnitt aus Revista 10/2015

Laura in El Salvador hat ihr größtes Ziel, einen guten Hochschulabschluss in ihrem Studiengang der Kommunikationswissenschaften zu schaffen, erreicht. Eigentlich wollte sie bereits 2014 ihren Abschluss machen, hat aber, wegen widriger Umstände und weil sie nebenher arbeitete, ein bisschen länger gebraucht als geplant. Sie hat einige negative Erfahrungen gemacht, die sie nicht weiter spezifiziert. Sie schreibt: „Es hat viel Kraft gekostet, sich davon zu erholen. Aber es geht darum, an einer schlechten Erfahrung zu wachsen. Ich habe mich in meinem Studium um fast ein Jahr verspätet, aber die Entscheidung, weiterzumachen, trägt Früchte.“ Sehr profitiert hat sie von der praktischen Zusammenarbeit mit Institutionen und realen Medien und von der Gruppenarbeit bei den Graduierungsseminaren. „Die Arbeit im Team ist ein bisschen anstrengend, besonders wenn wir unter den Mitgliedern nicht die gleichen Einstellungen teilen. Aber letztlich verstehen wir, dass es so auch in der Arbeit von Berufstätigen abläuft.“ Sie hat gelernt, dass man ohne die Unterstützung der Kommilitonen nicht vorankommen kann.

Lauras Brief:

Mit diesem Schreiben möchte ich der Döbrich-Stiftung in Deutschland meinen aufrichtigsten Dank dafür aussprechen, dass sie mir über die letzten Jahre geholfen hat, die monatlichen Gebühren der Universität zu zahlen. Da mein Vater diese Ausgaben nicht übernehmen konnte, dachte ich, meine Studien nicht weiter fortsetzen zu können, weil es auch die Studienkosten meiner Schwestern zusätzlich gab. Die Wahrheit ist, dass es sehr traurig ist, in dieser Situation zu sein, denn ich verbrachte bereits zwei Jahre auf der Uni. Und ich wollte nach dem Abitur unbedingt dieses Fach, Soziale Kommunikation, studieren. Mir gefällt diese Fachrichtung sehr. Anfangs hatte ich sehr gute Noten. Dank der Unterstützung meiner lutherischen Gemeinde La Resurrección (Die Auferstehung) und von Bischof Medardo Gómez, den ich persönlich sehr schätze, weil er meiner Familie ziemlich viel geholfen hat, konnte die Döbrich-Stiftung in Deutschland meine Situation kennenlernen und mir dadurch helfen, mein Studienziel auf der Uni zu erreichen. Dies ist in diesem Land El Salvador äußerst schwierig wegen der Kosten. Die privaten Universitäten sind sehr teuer. Wie sagt doch immer wieder meine Familie: Studieren ist heutzutage ein Privileg. Ihnen gilt mein Dank, dass ich dies nicht nur tun konnte, sondern mein Studium mit der Erlangung des Titels einer Lizentiatin auch beenden konnte.

Ganz besonders möchte ich auch Pastor Helmut und seiner Frau Waltraud danken. Sie haben meine Familie stets
unterstützt. Dank ihrer Fürsprache erhielt ich die monatlichen Beitragszahlungen für die Universität. Ich danke aus ganzem Herzen Ihnen als Vertreter der Stiftung dafür, dass Sie weiterhin die Jugendlichen in ihren beruflichen Laufbahnen unterstützen. Sich dafür einzusetzen ist gut für unser unterentwickeltes Land. Möge Gott es Ihnen gestatten, weiterhin Hilfe zu gewähren. Was mein letztes Jahr an der Universität 2013 betrifft, danke ich Gott, dass ich mein Studienfach Kommunikationswissenschaften absolvieren konnte, denn ich war nur einen Schritt davon entfernt, meinen akademischen Grad zu erlangen. Es fehlten nur noch sechs Monate für die Abschlussarbeit. Und 2014, als der Tag der endgültigen Verteidigung der Abschlussarbeit gekommen war, fühlte
ich mich innerlich sehr aufgewühlt, bis ich schlussendlich den Titel einer Lizentiatin in Sozialer Kommunikation erhielt.

Dieses letzte Jahr an der Universität war für mich äußerst hart, denn die Arbeiten, Berichte, Untersuchungen wurden täglich überprüft, ohne dabei große Mühe aufzuwenden. Ich merkte, dass einige Lehrstuhlinhaber manchmal nicht die Schwierigkeiten der Aufgaben oder die geringe Zeit, die wir zur Verfügung hatten, um alles zu erledigen, verstanden. Als Folge gaben sie uns schlechte Noten. Dies waren die Aktionen, die mich entmutigten. Ich weinte gelegentlich vor Ohnmacht, das war das Einzige, das wir in der Arbeitsgruppe machen konnten. Aber schließlich nahmen die Arbeiten nach und nach ab. Wir konnten mehr Mühe für das eine oder andere aufwenden. Unsere Abschlussarbeit teilt sich in vier große Arbeitsgebiete auf. Jedes Gruppenmitglied musste bei der Prüfung durch das Professorengremium in der Lage sein, auf die Fragen zu den einzelnen Fachgebieten
sicher zu antworten. Dies war für mich im letzten Jahr der Abschlussarbeit besonders schwierig. Wir hatten keine
Möglichkeit, die Arbeit aufzuteilen, um schneller bei unseren Untersuchungen voranzukommen. Die Belohnung war am Ende umso befriedigender. Am Tage der Graduierung sagte mir ein Kommilitone, dass er es immer noch nicht glauben kann, den Moment erreicht zu haben, auf den wir so lange gehoff t hatten. Andere Kommilitoninnen wie ich hörten nicht auf, sich mit dem Lizentiaten-Diplom zusammen fotografi eren zu lassen. Das alles ist sehr erfreulich. 
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