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Emely

   
Vorname :   Emely
Land :   El Salvador
Geburtsjahr :   1974
Angestrebtes Bildungsziel :   Lizentiat in Theologie
Beginn der Ausbildung :   2010
Geplante Beendigung der Ausbildung  :   2014

 

Auszug aus Revista 2 /2011

Geboren in San Jorge, El Salvador, 37 Jahre, Diakonin, Studentin
Im letzten Jahr hat sie in ihrem Studium der Theologie einen weiteren Abschnitt bestanden. Obwohl einige Fächer ziemlich schwer waren, begleitete sie auch erfolgreich verschiedene Recherchearbeiten zu Themen wie „Armutsniveau und Vergleich auf städtischer und ländlicher Ebene“ oder „ Die Rolle der Religionen im Wirtschaftssystem von El Salvador“. Mit fünf Fächern, darunter christliche Erziehung und Hermeneutik, ist sie in den neuen Studienabschnitt gestartet. Sie möchte während ihrer Nebentätigkeit als „pastora diácona“ in San Lorenzo, dem Dorf, das für die Erdbebenopfer 2001 gebaut wurde, das Studium der Theologie als „Lizentiatin“ beenden. Daneben ist sie dabei, den Aufbau von einem Alphabetisierungskreis für Erwachsene zu koordinieren, um zu helfen, den Lebensstandard der Menschen zu verbessern. Im Rahmen der Aktivitäten des Vereins „Vamos El Salvador“ engagiert sie sich als Gesundheitsbeauftragte in ihrer Gemeinde. Für eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern ist das alles nicht leicht zu koordinieren.
 

 

Auszug aus Revista 3 /2011

Seien Sie von mir und meiner Familie ganz herzlich gegrüßt.
Ich will mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung bedanken, die es mir ermöglicht, mein Studium an der Universität fortzusetzen. Diese Hilfe ist grundlegend dafür, dass ich innerhalb von drei bis vier Jahren einen Universitäts-Abschluss erhalten kann und durch diesen eröffnen sich mir neue Lebensperspektiven. Es könnte mit einer neuen Agenda einer Gesellschaft verglichen werden. Eine Gesellschaft, die auf kritischen und konkreten Konzepten aufbaut und sich nicht an abstrakte und unsichere Konzepte hält.
Ich will Sie wissen lassen, dass mein Universitätsstudium etwas sehr Außergewöhnliches in meiner Familie ist. Außer einem Onkel meiner Mutter hat weder auf Seiten meiner Mutter noch meines Vaters jemand studiert. Deswegen ist all dies für mich ein sehr großer Erfolg, den ich der Unterstützung von Ihnen zu verdanken habe.
Gott segne Sie,
Emely Chávez

 

Auszug aus Revista 7 / 2013:

Portrait: Emely


Ein Stipendium zu bekommen bedeutet für mich die Chance, mein Studium zu beenden. (Lizentiatin in Theologie). Ich musste mich anstrengen, aber stehe heute kurz vor dem Ende. Meine Abschlussarbeit hat das Thema: „Die theologische Basis und der soziale Einfluss der Ökumene in den historischen Kirchen San Salvadors“. Darauf kam ich, weil die Vorlesung Pastorale Psychologie meine Neugier besonders geweckt hat. Ich führte dazu eine Studie mit Hilfsempfängern der Casa Esperanza durch. Meinen Beitrag für die Kirche realisiere ich in der Gemeinde San Lorenzo, einer Zone, in der lange Zeit
hauptsächlich Baumwolle und Zuckerrohr angebaut wurde. Das heißt: Der Boden und das Wasser sind hier mit Schwermetallen kontaminiert. Ich engagiere mich, indem ich hier die Organisation übernommen habe für Veranstaltungen zur christlichen Bildung für Kinder und zur Gesundheitsförderung. Wichtig sind im Bereich Gesundheit Informationen zur Prävention von Krankheiten, die durch Umweltgifte hervorgerufen werden (Niereninsuffizienz) oder die durch Mücken übertragen werden (Dengue und Darmbeschwerden), ebenso, über Umweltschutz oder Umgang mit Abfall. Außerdem organisieren wir einmal im Monat eine medizinische Behandlung mit dem Doktor der Klinik ANAMA. In der Gemeinde San Lorenzo betreue ich eine Gruppe, die aus dreizehn Kindern besteht. Mit ihnen treffe ich mich jede Woche, um eine Biblische Geschichte zu lesen, zum Malen, Basteln, Spiele spielen und Beten. Außerdem begleite ich die Pastoralarbeit unserer Pfarrerin, die verschiedene Aktivitäten mit religiösem Charakter anbietet. In der Auferstehungskirche (Iglesia Luterana la Resurrección) konnte ich Praktika in Pastoralpsychologie machen, die
Voraussetzungen für das Bestehen des Studiums sind. Mit der Beendigung meines Bachelorstudiums werde ich versuchen mich dem Lehrkörper der Lutherischen Universität anzuschließen. Dazu muss ich noch die Pädagogikvorlesung besuchen, um die Grundwerkzeuge des Lehrens zu erlernen. Ich erachte es für sehr wichtig, einen Teil meiner Zeit der Kirche zu widmen. Die salvadorianische Kirche verfügt nicht über die Mittel, alle ihre Pfarrerinnen und Pfarrer zu bezahlen. Das bedeutet, dass die Verbreitung des Evangeliums auch von Ehrenamtlichen durchgeführt werden muss. Mit meinem „Brotberuf“ kann ich als ehrenamtliche Pfarrerin in der Kirche mitarbeiten. Mein Anliegen ist es, zum Wohle der salvadorianischen Gesellschaft beizutragen. Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe, denn durch diese habe ich es geschafft eine akademische Laufbahn in den Blick zu nehmen, die es mir ermöglicht, mich zu entwickeln, die soziale und ökonomische Situation meiner Familie zu verbessern
und der Gesellschaft professionelle Hilfe anzubieten.
 

Auszug aus Revista 8/ 2014:

Emely ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und engagiert sich in ihrer Wohngemeinde in der medizinischen und pasto­ralen Arbeit. Auch in der Casa Esperanza „Liebe und Solidarität“ arbeitet sie im pastoralen Bereich mit. Das ist Seelsorgearbeit mit den Allerärmsten, die auf der Straße leben. Um Reverenda zu werden, braucht sie den Universitätsabschluss als Lizentiatin. Sie studiert an der Lutherischen Universität, wo sie hervorragende Noten bekommen hat. Im letzten Jahr hat sie ihre Prüfungen als Lizentiatin in Theologie schon abgeschlossen und beginnt nun mit ihrer Abschlussarbeit. Das Thema: theologische Fundierung der ökumenischen Praxis - wie wird Ökumene in der Stadt San Salvador realisiert? Bis Ende des Jahres muss sie ihre Arbeit vorlegen. Die Graduierung ist immer im April. Um ihr Diplom ausgehändigt zu bekommen, braucht sie weiterhin das Stipendium, denn die Abschlüsse selbst kosten noch einmal viel Geld. Neben den eigentlichen Prüfungsgebühren muss Emely auch die Arbeit und Unkosten des Prüfungskomitees bezahlen. Letztendlich hat sie noch eine größere Perspektive, sie strebt eine Stelle als Dozentin an. Aus kleinen Verhältnissen kommend, hat es ihr sehr genützt zu studieren. Sie wird nun als Person wertgeschätzt und hat mehr Möglichkeiten, sich einzubringen. Das Studium hat ihr auch persönlich in kritischen Situationen geholfen.

 

Auszug aus Revista 11/ Dezember2015

Leider konnte auch Emely aus guten Gründen ihre Graduation nicht vollenden: Sie versucht ihr Studium abzuschließen, aber es fehlt an Geld. Sie schreibt: M it großer Befriedigung habe ich mein für das Lizentiat in Theologie gefordertes fünfjähriges Theologiestudium beendet, das es mir erlaubt hat, an der pastoralen Ausbildung der Lutherischen Kirche in El Salvador teilzunehmen. Diese Ausbildung dauert zwei Jahr und sechs Monate, nach denen ich „Presbitera“ (Pfarrerin) sein werde. Gleichzeitig absolviere ich mein Vikariat in der Lutherischen Kirche „La Resurrección“ (Auferstehung). In der Gemeinde San Lorenzo arbeite ich als Diakonin zusammen mit der örtlichen Pfarrerin mit Kindern, Jugendlichen und Frauen. Z usätzlich begleite ich als Pfarrerin eine Mission der Lutherischen Gemeinde, die „Ángeles de Christo“ (Engel Christi) heißt. Wir sind im Bezirk von La Paz tätig, in der Gemeinde Herradura. Diese beindet sich im zentralen Gebiet, dehnt sich aber Richtung Süden der Hauptstadt von El Salvador aus und gehört zu den am meisten betroffenen Regionen bezüglich der Arbeitslosigkeit. Im Winter leidet die Gegend zusätzlich unter Naturphänomenen wie Überschwemmungen. "Zu meinen Problemen gehört, dass ich aus Geldgründen meine Abschlussarbeit (für das Lizentiat) nicht vorstellen und verteidigen kann. Insgesamt muss ich noch in diesem Jahr 1.895 US$ (Verwaltungsgebühren inklusive) bezahlen, ohne die ich meine Forschungsarbeit nicht abgeben kann. Ich habe aber immer noch die Hoffnung, mein Studium abzuschließen, das es mir ermöglicht, in meiner Kirche als Pfarrerin oder als Religionslehrerin (Lehrerin für christliche Erziehung) in privaten Bildungseinrichtungen zu arbeiten".