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Julio César

 http://doebrich-stiftung.de/media/Bilder_Stipendiaten/40_Julio_CR_5.jpg  
Vorname :   Julio César
Land :   Costa Rica
Geburtsjahr :   
Angestrebtes Bildungsziel :   Theologie
Beginn der Ausbildung :   2012
Geplante Beendigung der Ausbildung:  2015

 

Auszug aus Revista 4 /2012

Julio ist Musiker und theologischer Mitarbeiter der Lutherischen Kirche in Costa Rica (ILCO) Er will sein Theologie-Studium fortsetzen, um sich in die Gemeinden besser einbringen zu können und theologische Erkenntnisse zu erlangen. Er studiert Bibelwissenschaften und es fehlt ihm noch ein Semester zum Abschluss der ersten Phase, bzw. eineinhalb Jahre, um sein Studium mit dem Magister abzuschließen. Das wäre im Juni 2013.

Er strebt an, später im Berufsleben in den Gemeinden der ILCO als Pfarrer zu arbeiten und zudem seine akademische Arbeit als Dozent fortzusetzen. Er engagiert sich bereits jetzt in der pastoralen Arbeit der städtischen Gemeinden (La Carpio, Alajuelita, San Sebastian und Puriscal) der ILCO.

Er findet die Rolle der Kirche und ihre Aufgaben für die Veränderung der costaricanischen Gesellschaft sehr wichtig und notwendig.

 

Auszug aus Revista 7/ 2013

Im vergangenen Jahr konnte ich die erste Etappe des Theologie-Studiums beenden. Meine Noten waren ausgezeichnet, die höchste Stufe. Das dabei erworbene Wissen konnte ich bereits in der pastoralen Praxis in La Carpio einsetzen.Gleichzeitig stand ich aber auch anderen Gemeinden der Lutherischen Kirche bei Bedarf zur Verfügung. Für mich bedeutete das tausendfachen Erfahrungsgewinn durch die Arbeit mit Jugendlichen, Kindern und Frauen und durch die Mitwirkung bei liturgischen Feiern. Ich bin überzeugt, dass die Aufgaben der Kirche für die Gesellschaft von Costa Rica äußerst notwendig sind, insbesondere die Arbeit in den sozialen Brennpunkten, daher gehe ich mit hohem persönlichem Einsatz im pastoralen Bereich daran, die Entwicklung innerhalb der Gemeinde voranzubringen. Das Jahr 2013 bedeutet für mich auf meinem Lebensweg einen ganz besonderer Meilenstein. Am 31. Juli war in der UBL (Universidad Bíblica Latinoamericana) meine Sponsionsfeier (bachillerato), zu deren Eröffnung ich mit meiner Familie „Einekleine Nachtmusik“ spielte, um auch den europäischen Teil meines Erfolges in diesem Moment präsent werden zu lassen. Am 1. September zelebrierten wir dann meine Ordination als Pastor („pastor-diácono“) im Rahmen des 25. Jubiläums der ILCO, zu der auch viele Freunde aus den Partnerschaftskirchen in Deutschland und Schweden gekommen waren. Mein Studium ist jetzt dem Ende nahe: Ich habe mir zum Ziel gesetzt, die letzten Fächer (fünf sind bereits abgeschlossen) der „Licenciatura“ (Magisteraufbaustudium) und meine zweite Diplomarbeit bis Ende 2014 abzuschließen und hoffe sehr auf die Unterstützung für meinen Endspurt! Ich bin glücklich über diese Riesenschritte in meinem Leben. Deshalb möchte ich meiner Dankbarkeit für all die Unterstützung der Döbrich-Stiftung, d.h. Euch allen, hiermit Ausdruck verleihen.Herzlich grüßt Euch,
 

Auszug aus Revista 11 / 2015

Obwohl das Thema seiner „Tesis“ bereits genehmigt worden war, musste er noch eine zusätzliche akademische Arbeit anfertigen, denn die Noten eines Tutoriums waren versehentlich nicht eingetragen worden. Auch war in diesem Jahr die Umstrukturierung der costaricanischen Kirche, der Iglesia Luterana Costarricense, vorrangig. Hierdurch wurde das Pfarrerteam so gefordert, dass wenig Zeit für anderes blieb. Seine noch ausstehende Tesis verblieb auf der Stufe einer „Vorarbeit“, von wo aus er aber jederzeit weitermachen kann. Julio ist sich sicher, dass er sein Studium im nächsten Jahr vollständig abschließen wird.

Auszug aus Revista 13/ 2016
chon seit 15 Jahren bin ich nun mit meiner Familie in Costa Rica, 15 Jahre Studium an der UBL, und 14
Jahre mit der lutherischen Kirche ILCO (iglesia luterana costarricense) in immer enger werdender Beziehung. Die ganzeFamilie war von Anfang an ehrenamtlich aktiv, und bei mir wurde meine Arbeit in der Kirche immer mehr zum Hauptberuf. Seit 5 Jahren nun bin ich Teil des Pastorenteams. Meine Zielgruppen sind weit gestreut, von den indigenen Bevölkerungsgruppen der Huetar (Region Quitirrisi) und Malekus (Region
Guatuso) bis hin zum Armenviertel La Carpio.
Dazu kommen Besuche in anderen Gemeinden. Als Liedermacher und Sänger war ich als singender Pastor überall schnell ein Begriff. So konnte ich in Zusammenarbeit mit der schwedischen Kirche eine zeitgenössische “Messe” (“Andar en comunidad” - Gemeinschaft gehen) komponieren und an Liederbü-
chern für den Gemeindegesang (mit Noten) sowie an einem Kinderliederbuch arbeiten.
Für den erfolgreichen Abschluss meines Bibelwissenschaftsstudiums (Lizenziat am 7.9.2016) hat mich ein
alter vorpaulinischer Hymnus zu meiner schriftlichen Arbeit inspiriert. Und so lautet der Titel meiner Arbeit: “Kenosis: Loslassen, Leerwerden und Verringern. Ökologische Interpretation eines Hymnus im zentralamerikanischen Kontext. Philipperbrief 2,5-11.”
Was hat mich zu diesem Thema meiner Abschlussarbeit an der Universidad Bíblica Latinoamericana (UBL) in Costa Rica bewogen?
Inmitten einer dominanten wirtschaftchen Logik des Wachsens ist schon allein die Thematik, der ich mich in
meiner Arbeit stelle, eine Gegenkultur, dem “mainstream” entgegengesetzt.
Aber gerade in der Aktualität des Klimawandels sind Termini wie “Loslassen und Verringern” so wesentlich
für unseren Bewusstwerdungsprozess und die notwendigen Konsequenzen für unser Handeln. Für diese inneren Wandlungsprozesse ist die Kunst der Poesie und Musik sowie auch die Liturgie ein inspirierendes Medium, das uns auf ganz besondere Art und Weise eine Dimension öffnet, die weit über unser jetziges wirtschaftliches, oft zu kurzsichtiges kapitalistisches Denken hinausführt.
Als Mensch aus Zentralamerika, mit noch unerforschtem Reichtum an Artenvielfalt in uns verbliebenen
Urwäldern, und auch als Künstler wage ich es, umzudenken und kreative Vorschläge für radikale Lebens-
veränderung zu träumen: