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Revista Mai 2018


Stiftungsfest 2018


Reisebericht:
Dienstreise nach
Zentralamerika
vom 5. bis 21.
November 2017


 

 


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StipendiatInnen

Immer wieder wird gefragt: wie findet ihr eure StipendiatInnen? Natürlich können wir von Deutschland aus keine Auswahlkommission in Zentralamerika einsetzen. Aber das brauchen wir auch nicht. Wir haben die Partnerkirchen der CILCA (Comunión de Iglesias Luteranas de Centro América) als Gegenüber. Seit 1995 besteht zwischen dieser Kirchengemeinschaft und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ein Partnerschaftsvertrag. Er wird durch vielfache Aktionen und Kontakte mit Leben gefüllt.

In diesem Rahmen versteht sich unsere Stiftung als private Initiative. Sie ergänzt die institutionelle Förderung der Kirchen in Zentralamerika, den Personaleinsatz (Fachkräfte für längere Zeit und die Arbeit der „Freiwilligen“ für ein Jahr) sowie die Entwicklungsprojekte an einer entscheidenden Stelle:
durch die Förderung junger Menschen in dieser Region, die angesichts der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, der hohen Arbeitslosigkeit, der grassierenden Armut und des weitgehend privatisierten Bildungssystems keine Chance auf Weiterbildung oder gar Studium haben. Viele Familien verfügen nicht über das Geld, um die Schul- und Studiengebühren zu bezahlen oder nur die Kosten für die täglichen Busfahrten zum Ausbildungsort aufzubringen

In allen vier beteiligten Kirchen haben sich mittlerweile Stipendienkomitees gebildet, die die Auswahl vornehmen und die jungen Leute während ihres Studiums begleiten. Zwei Kriterien sind dabei zu beachten: Studienwilligkeit und -fähigkeit sowie Engagement in den Gemeinden. Wir wollen Menschen fördern, die daran interessiert sind, voranzukommen und die sich in ihrer Kirche und Gesellschaft engagieren. Dazu müssen die Jugendlichen ein Bewerbungsschreiben verfassen, einen „Stipendienantrag“ ausfüllen und die Genehmigung durch ihre Kirche einholen. Die letzte Auswahl obliegt dann den Gremien der Stiftung – Beirat und Vorstand. Am Schluss des Jahres legen die StipendiatInnen einen Bericht über die schulischen oder studienbezogenen Leistungen sowie über ihr Engagement in Gemeinde und Kirche vor.

Diese Unterlagen sind die Grundlage für die Vorstellung unserer StipendiatInnen in der „Revista Informativa“ und in unserer Homepage. Die Informationen, die Sie auf diesen Seiten lesen, sind den uns übersandten Dokumenten entnommen. Seit einiger Zeit anonymisieren wir diese „Präsentationen“, da wir die „informationelle Selbstbestimmung“ auch unserer StipendiatInnen respektieren. So lesen Sie hier nur die Vornamen und einige personenbezogene Angaben. Ausführliche Informationen sind den Mitgliedern unserer Gremien auf den „internen Seiten“ zugänglich. In der Revista erfahren Sie auch von den Erfolgen unserer StipendiatInnen – und manchmal vom Ausbildungsabbruch aufgrund persönlicher Umstände oder gesellschaftsbezogener Konstellationen. Bis zum Jahr 2013 haben wir im Ganzen 46 StipendiatInnen mit rund 70.000 € gefördert. Über Abschlüsse berichten Revista 7 auf den Seiten 14 und 15 sowie Revista 8 auf Seite 3. Die Berichte machen deutlich, welch wichtigen Beitrag wir für das Leben unserer StipendiatInnen, ihre Familien, Kirchen und Gesellschaften leisten.