Sommerfest 2018


Revista Mai 2018


Stiftungsfest 2018


Reisebericht:
Dienstreise nach
Zentralamerika
vom 5. bis 21.
November 2017


Revista Dezember 2017


 

 


Besucher gesamt: 60.843
Besucher heute: 5
gerade online: 1
Seitenaufrufe gesamt: 389.725
Seitenaufrufe diese Seite: 3.155
Counterstart: 21.03.2010

Nicaragua

 Nicaragua

 

Nicaragua – eine Flüchtlingskirche wurzelt im Gastland ein
21. Juli 2005: die Lutherische Kirche „Fe y Esperanza“ in Nicaragua (ILFE) feiert ihren 15. Geburtstag. Viele ökumenische Gäste drängen sich mit den Gläubigen in der Zentralkirche in Managua. Bischöfin Victoria Cortez ordiniert die ersten sieben „einheimischen“ Pfarrerinnen und Pfarrer. Vier von ihnen haben ihr Abend- und Wochenendstudium an der ökumenischen Ausbildungsstätte CIEETS beendet, drei sind seit Anfang an dabei und haben sich in vielen Kursen und Seminaren das nötige Rüstzeug erworben. Mit den „eigenen“ Pfarrern ist die Kirche endgültig in Nicaragua angekommen. Sie entstand in einem Flüchtlingslager von Salvadorianern, die in den 1980er Jahren vor dem Bürgerkrieg in El Salvador nach Nicaragua geflohen waren. Die Lutherische Kirche in El Salvador ließ ihre Gläubigen im Exil nicht im Stich und sandte ihnen als Seelsorgerin Victoria Cortez. Ihre ermutigenden Predigten hörten bald auch viele Nicaraguaner. Als 1990 die Frente Sandinista die Wahl verlor, kehrten viele Flüchtlinge in ihre Heimat zurück. Die Lutherische Kirche aber blieb im Land und ließ sich amtlich registrieren.
Schon 1991 kam als erster bayerischer „Auslandsvikar“ Jörg Sichelstiel nach Nicaragua. Gegenwärtig betreut Pfrin. z.A. Heidi Reith zwei Gemeinden in Managua. Erstmals sind auch mit Martin Wagner und Michaela Beck zwei Freiwillige aus Bayern im Einsatz. Sie helfen in der Kinder- und Jugendarbeit der Kirche mit.
Die Kirche „Glaube und Hoffnung“ hat heute ca. 7000 Mitglieder in über 40 Gemeinden in drei Kirchenkreisen um Managua (Mitte), Chinandega (Westen) und Somoto (Norden). Sie engagiert sich besonders im schulischen Bereich sowie in diakonischen Projekten. Die Kirche wird vor allem von Frauen geprägt, denen es um eine „integrale Pastoral“ für Seele, Geist und Körper geht. 2001 kam es zur Abspaltung der „Iglesia Evangélica Luterana Nicaraguense“, mit einem Schwerpunkt im Westen des Landes.
Nicaragua ist nach Bürgerkrieg und forcierter neoliberaler Politik das ärmste Land Lateinamerikas nach Haiti. Im Herbst 2007 wurde Daniel Ortega von der Sandinistischen Frente wieder zum Staatspräsidenten gewählt. Auf ihn richten sich viele Hoffnungen der verarmten Bevölkerung. In Bayern ist das Dekanat Nürnberg seit 1996 mit der ILFE – wie auch mit der IELNIC - partnerschaftlich verbunden. Unterstützt werden medizinische und soziale Projekte. Das Herz der Partnerschaft aber sind die persönlichen Begegnungen bei Besuchen, Gottesdiensten und Bibelgesprächen.
Victoria Cortez schreibt: „Vor allem beim Gemeindeaufbau gab es viel Unterstützung aus Bayern, besonders aus Nürnberg. Diese Partnerschaft ist ein Segen Gottes, denn sie erlaubt, das Nachdenken und die Herzen deutscher Lutheraner kennen zu lernen und so lutherische Identität miteinander zu teilen.“
Wolfgang Döbrich
25. August 2008

 

Nicaragua Nicaragua Nicaragua Nicaragua