Sommerfest 2018


Revista Mai 2018


Stiftungsfest 2018


Reisebericht:
Dienstreise nach
Zentralamerika
vom 5. bis 21.
November 2017


Revista Dezember 2017


 

 


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Sommerfest am 17. Juni 2018

 


Die Partnerschaft zwischen den lutherischen Kirchen in Bayern und Zentralamerika geschieht mehr und mehr „auf Augenhöhe“. Erstmals arbeitet ein nicaraguanischer Soziologe und Theologe für zwei Jahre als Menschenrechtsreferent in Mission EineWelt in Neuendettelsau.

Lic. Sergio Rios Carrillo kam zu unserem Sommerfest mit seinen 40 TeilnehmerInnen, predigte im von Wolfgang Döbrich liturgisch gestalteten Gottesdienst über den Zöllner Zachäus („Es gibt viele Zachäusse in Lateinamerika und wohl auch hier in Europa! Sie alle müssten herunter von ihrer hohen Warte und mit ihren Mitmenschen eine gerechtere Welt gestalten.“) und sang mit der
Gemeinde einige Lieder aus „Himnos y Cantos“ der CILCA.

Nach dem Weißwurstmittagessen hielt Sergio einen bewegenden Vortrag über die Jugend in Zentralamerika. Auf dem Hintergrund der aktuellen nicaraguanischen Unruhen räumte er mit der Vorstellung auf, dass Nicaragua das sicherste Land im zentralamerikanischen „Triángulo del Norte“ sei. Auch Nicaragua hat seine Jugendgewalt, die dort allerdings kanalisiert wird in paramilitärischen Verbindungen. Die über 170 Toten der gegenwärtigen Revolte gegen Daniel Ortega und seine Parteienherrschaft seien vor allem paramilitärischen Schlägertrupps zuzurechnen, die mit brutaler Gewalt gegen die protestierenden Gruppen aus der armen Bevölkerung vorgingen. So sei das Problem der Gewalt in Nicaragua lange verdeckt worden, während man z.B. in El Salvador schon seit einiger Zeit an gewaltüberwindenden Programmen arbeite. Im Grunde ein Rückschritt, der aber als „Frieden und Entwicklung“ ausgegeben wird. Sergio verfolgt voller Sorge die Entwicklung in seiner Heimat.

Der Referent berichtete aber auch über die erfolgreiche Sozialarbeit der reformatorischen Kirchen im Land. Er zeigte kleine Videos über Spielprojekte mit der Jugend, Wiederaufforstungsprogramme mit Campesinos, Zisternen- und Bewässerungsprojekte im trockenen Norden, die jeweils auch als Ansatzpunkte für „gendergerechtes“, respektvolles und gewaltfreies Zusammenleben, für
christliche Gemeinschaft in den Gemeinden und Kommunen genutzt werden.

Beiratsvorsitzender Dr. Jürgen Löschberger und Prof. Dr. Gerhard Wachutka dankten unter großem Beifall für ein interessantes und auch kulinarisch gehaltvolles Sommerfest.