Sommerfest 2019


Revista Mai 2019


Stiftungsfest 2019

 


Revista Dezember 2018

 


Sommerfest 2018

 


 


Besucher gesamt: 70.344
Besucher heute: 17
gerade online: 1
Seitenaufrufe gesamt: 458.027
Seitenaufrufe diese Seite: 133
Counterstart: 21.03.2010

Jahresbericht 2018

Jahresbericht 2018

 

1. Aus dem Stiftungsleben

1.1. Stiftungsfest am 1. Januar 2018 in Pöcking

Pfr. i.R. Hans Zellner, Lateinamerikabeauftragter 2009-2017, kam am ersten Tag seines Ruhestands zu einem Abschiedsbesuch nach Pöcking. Vor knapp 60 Gästen fasste er die Erfahrungen aus seiner „Brückenbauertätigkeit“ zwischen der bayerischen Landeskirche und der zentralamerikanischen lutherischen Kirchengemeinschaft zusammen. Dabei nahm er die Teilnehmer auf eine Fotoreise durch die Länder auf dem Isthmus mit und berichtete von gesellschaftlichen Entwicklungen in Costa Rica und El Salvador. Nicaragua wird immer stärker von der Ortega-Familie beherrscht, Honduras leidet unter einer manipulierten Wahl am 26.11.2017, nach der unter großen Protesten am 29.11. Präsident Juan Orlando Hernández zum Wahlsieger erklärt wurde. Über allem Geschehen in Zentralamerika aber liegt wie ein Schatten die Ausweisungspolitik von US-Präsident Donald Trump. Mehr und mehr Zentralamerikaner werden wieder in ihre Heimatländer zurückgeführt, wo sie keine Zukunft haben – ganz abgesehen davon, dass die lebensnotwendigen „remesas“ (Überweisungen von Migranten in den USA an ihre Familienangehörigen in Zentralamerika) ausfallen. So gehen die betroffenen Länder einer ungewissen Zukunft entgegen.
Dieses Geschehen bewegt natürlich auch die Kirchen. Da sie vor allem unter den Ärmsten arbeiten, betrifft sie die weiter zunehmende Not unmittelbar. Hans Zeller berichtete aber auch von Projekten, mit denen vor allem der Not auf dem Land begegnet werden soll: Nutzung der Sonnenenergie für Beleuchtung und Kochen, brennstoffarme, rauchvermeidende Öfen, Zisternen,


1.2 Sitzung des Beirats am 10. März in München

Wieder waren wir im „Dr.-Johannes-Hanselmann-Haus“ des Evangelischen Waisenhaus­vereins München zu Gast. Die Abfolge: Sitzung des Finanzausschusses (10-12 Uhr), „Weißwurstfrühstück“ (12-13 Uhr), Sitzung des Beirats (13-16 Uhr) hat sich bewährt.

Wir durften ein neues Beiratsmitglied begrüßen. Am 20. Januar 2018 wurde die neue Lateinamerikareferentin Pfrin. Friederike Deeg, in Mission EineWelt in ihr Amt eingeführt. Sie ist damit geborenes Mitglied des Beirats (Satzung § 7 (1) d) und stellte sich auf der Beiratssitzung vor. Frau Deeg kennt Lateinamerika aus eigener Erfahrung als Auslandsvikarin 2003/04 in Chile und aus ihrer vorausgegangenen Arbeit als Latein­amerikareferentin der EKD. Zugleich beschlossen wir, ihren Vorgänger Pfr. Hans Zeller als Kenner der Situation in Zentralamerika (§ 7 (2) durch Annette und Wolfgang Döbrich in den Beirat zu berufen.

Zur Sitzung selbst verweise ich auf das Protokoll des Treffens.

Zur Arbeit des Finanzausschusses verweise ich auf den Bericht unseres „Schatzmeisters“
Dr. Kai-Niclas Michels.


1.3 Bearbeitung der Themen und Beschlüsse der Gremiensitzungen:

Haushalts- und Stipendienplan 2018

Der von Beirat/Vorstand beschlossene Haushaltsplan regelt das finanzielle Handeln der Stiftung. Zum ersten Mal hatten wir für 2018 eine Summe von für 31.860 USD (25.902 €)
44 StipendiatInnen beschlossen (2017: 27.860,00 USD / 26.481 € für 36 StipendiatInnen). Damit konnten wir den Stipendienanträgen der Partnerkirchen weitgehend entsprechen. Genaueres ist den Protokollen der Gremiensitzungen zu entnehmen. Nach Abrechnung MEW wurden im Jahr 2018 wegen des sich verschlechternden Umrechnungskurses 26.246,11 € für unsere Stipendien nach Zentralamerika überwiesen (2017 25.656,12 €).

Damit unterstützten wir erstmals 44 (Vorjahr 36) StipendiatInnen aus den vier Partnerkirchen. Die meisten unserer StipendiatInnen kommen aus der salvadorianischen lutherischen Kirche ILS (18), gefolgt von der ILFE (Nicaragua: 9 StipendiatInnen), ICLH (Honduras: 9) und der ILCO (Costa Rica: 8). Dies entspricht in etwa der Bedeutung und der Größe, die die Kirchen im gegenseitigen Verhältnis haben. Eine zahlenmäßige Gleichstellung würde neue Ungerech­tig­­keiten mit sich bringen – und auch manche Kirchen bei der Betreuung der StipendiatInnen überfordern, die mit vielen Problemen kämpfen. Zu den StipendiatInnen 2018 siehe eigene Darstellung.


1.4 Weitere Ereignisse aus dem Stiftungsleben:


Verleihung des „Bayerischen Eine Welt Preises 2018“ am 16. Juni in Nürnberg

Wir hatten uns mit einer aufwendigen Dokumentation unserer Arbeit um den „Eine Welt Preis“ der bayerischen Staatsregierung beworben. Bei der Verleihung des Preises im historischen Rathaussaal in Nürnberg gingen wir allerdings leer aus. Die drei ausgelobten Preise gingen an Schulklassen und eine Gemeinde, die Aktionen für die Eine Welt durchgeführt hatten. Eine kontinuierliche Arbeit wie die unsere, die nicht so viele Menschen in Einzelaktivitäten einbindet, liegt nicht in der Perspektive des Preisverleihungsgremiums. Immerhin konnten Annette Döbrich und ich viele Kontakte in der bayerischen Eine-Welt-Szene auffrischen und neue knüpfen.


Sommerfest am 17. Juni in Feldafing

Die Partnerschaft zwischen den lutherischen Kirchen in Bayern und Zentralamerika geschieht mehr und mehr „auf Augenhöhe“. Erstmals arbeitet ein nicaraguanischer Soziologe und Theologe für zwei Jahre als „Menschenrechtsreferent“ in Mission EineWelt in Neuen­dettelsau. Lic. Sergio Rios Carrillo kam zu unserem Sommerfest mit den knapp 40 TeilnehmerInnen, predigte im von Wolfgang Döbrich liturgisch gestalteten Gottesdienst über den Zöllner Zachäus („Es gibt viele Zachäusse in Lateinamerika und wohl auch hier in Europa! Sie alle müssten herunter von ihren Höhen und mit ihren Mitmenschen eine gerechtere Welt gestalten.“) und sang mit der Gemeinde einige Lieder aus „Himnos y Cantos“ der CILCA.
Nach dem Mittagessen hielt Sergio einen bewegenden Vortrag über die Jugend in Zentralamerika. Auf dem Hintergrund der aktuellen nicaraguanischen Unruhen räumte er mit der Vorstellung auf, dass Nicaragua das sicherste Land im zentralamerikanischen „Triangulo del Norte“ sei. Auch Nicaragua hat seine Jugendgewalt, die dort allerdings kanalisiert wird in paramilitärischen Verbindungen. Die über 170 Toten der gegenwärtigen Revolte gegen Daniel Ortega (Ende 2018: über 400 Tote) und seine Parteienherrschaft seien vor allem para­militärischen Schlägertrupps zuzurechnen, die mit brutaler Gewalt gegen die protestierenden Gruppen aus der armen Bevölkerung vorgingen. So sei das Problem der Gewalt in Nicaragua lange verdeckt worden, während man z.B. in El Salvador schon seit einiger Zeit an gewalt­verhindernden Programmen arbeite. Im Grunde ein Rückschritt, der aber als „Frieden und Entwicklung“ ausgegeben wird. Sergio verfolgt voller Sorge die Entwicklung in seiner Heimat.
Der Referent berichtete aber auch über die erfolgreiche Sozialarbeit der reformatorischen Kirchen im Land. Er zeigte kleine Videos über Spielprojekte mit der Jugend, Wieder­aufforstungsprogramme mit Campesinos, Zisternen- und Bewässerungsprojekte im trockenen Norden, die jeweils auch als Ansatzpunkte für „gendergerechtes“, respektvolles und gewalt­freies Zusammenleben, für christliche Gemeinschaft in den Gemeinden und Kommunen genutzt werden. Beiratsvorsitzender Dr. Jürgen Löschberger und Prof. Dr. Gerhard Wachutka dankten unter großem Beifall für ein interessantes und auch kulinarisch gehaltvolles Sommerfest.


"Fest der weltweiten Kirche" am 15./16. Juli in Neuendettelsau

Dieses Fest ist mittlerweile zu einem großen Ereignis in Neuendettelsau geworden, das weit über den Bereich Mission EineWelt hinausgreift. Es ist für uns auch eine Gelegenheit, mit den neuen Freiwilligen für Zentralamerika Kontakt aufzunehmen. Wir hoffen ja später auf ihre Mitarbeit als "Mittelsleute" zu StipendiatInnen in Zentralamerika.
Tanja Strauß, Ralf Schenk, Annette und Wolfgang Döbrich betreuten den Stand der Lateinamerikastiftungen (Heinrich-Stiftung und Döbrich-Stiftung) und konnten das Interesse für diese Art der Partnerschaftsarbeit ausbauen und vertiefen. Lebendige Informationen lieferten auch an unserem Stand unsere ehemaligen StipendiatInnen Kathy Gómez (ID 63) und Fernando Rodríguez (ID 56), die ebenfalls zum Fest gekommen waren.


Begegnung mit unserer ehemaligen Stipendiatin Dr. Soliette López (ID 7) am 1. November 2018 in MEW Neuendettelsau.

Soliette kam zu einem Seminar des LWB nach Wittenberg und besuchte Mission EineWelt. So konnte ich mit ihr einen Termin vereinbaren und von ihr den Dank für die Unterstützung entgegennehmen, die wir seit August 2007 – unterbrochen durch eine schwere Erkrankung – bis Ende 2016 geleistet haben. Soliette arbeitet jetzt vollzeitlich für die amerikanische medizinische Mission, die die Synode von South-Dakota in Nicaragua leistet und baut ein medizinisches Notfall-Netz für die vom Klimawandel besonders betroffene Region von Chinandega (u.a. Somotillo) auf. Hier starb unsere ehemalige Stipendiatin Freidy (ID 73 – Revista 14), weil medizinische Hilfe zu spät kam.
Soliette ist betroffen über die gegenwärtige Entwicklung in Nicaragua. Einerseits sieht sie, dass Präsident Ortega sich große Verdienste bei der Befreiung des Landes erworben hat. Andererseits bedauert sie die gegenwärtige Entwicklung mit den vielen Todesopfern – gerade auch unter den Studierenden. Die Universitäten sind geschlossen. Man denkt über Fernkurse und -prüfungen nach. Für unsere Stipendiaten, die jetzt vor dem Examen stehen, ist die Entwicklung äußerst problematisch.


2. Die StipendiatInnen 2018 – siehe eigene Aufstellung/Homepage

In diesem Jahr kam wieder eine ganze Reihe von StipendiatInnen zum gewünschten Erfolg. Wir gratulieren zum Abschluss:

6 Lizentiaten (61_Gabriela Comunicación; 67_José Jairo - Sistemas, 82_Yudy - Administración; 37_Kevin - Contabilidad,           50_Jordy - Ingeniería mecánica; 51_César - Administración)

2 Oficios (handwerklicher Beruf) (109_Bryan - Técnico en Mecánica Automatriz, 113_Edwyn -Técnico en Mécanica de Motocicletas),

2 „bachilleratos“ (83_Rafael, 102_Balduino)

Von diesen Absolventen haben die beiden Abiturienten Rafael und Balduino sowie der Técnico Edwyn Antrag auf Weiterförderung gestellt (Rafael, Balduino, Edwyn).
Nähere Angaben finden Sie in der Liste unserer StipendiatInnen 2018/19.

Weitere Einzelheiten zu den jeweiligen Personen finden Sie in der Revista, im Webauftritt und zusätzlich – mit Einzeldokumenten – in seinem internen Teil.


3. Entwicklung der Finanzen

Das elfte Jahr als „Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts“ (staatliche Anerkennung am 24.1.2008) brachte für die „Annette und Wolfgang Döbrich-Stiftung zur Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Zentralamerika“ wieder einen stärkeren Spendeneingang, aber auch ein weiteres Jahr des Zinstiefs für unser Grundstockvermögen. Dem passte sich das Spenderverhalten an – wenn auch nicht so stark wie in den beiden vorausgegangenen Jahren. Die „Spenden für die Stipendien“ überwogen deutlich die Zustiftungen. Das erinnerte wieder an unser Selbst­verständnis. Wir wollten ja einmal eine langfristig arbeitende Stiftung aufbauen, die vor allem aus den Zinsen Stipendien kreiert.

Die Gesamtzuwendungen an die Stiftung betrugen genau 46.000 € (Vorjahr 47.255 €). Dass es gelang, mit „Direktspenden“ die auf niedrigem Niveau stagnierenden Zinserträge (die nur durch die Hilfsaktion der Landeskirche für kleine kirchliche Stiftungen im Ganzen stabil blieben) in großem Umfang auszugleichen – und die Zahl der StipendiatInnen weiter zu erhöhen, ist der Hilfs­bereit­­schaft unserer SpenderInnen zu verdanken. Ihnen sei großer Dank ausgesprochen. Doch dazu später.

Zunächst einige Zahlen im Überblick. Wir konnten im vergangenen Jahr - wie in der Aufstellung „StipendiatInnen 2018/2019“ dargestellt - 44 StipendiatInnen (Vorjahr 38) fördern. Damit entsprachen wir praktisch allen Stipendienanträgen unserer Partner­kirchen. Wie jedes Jahr wurde den Partnerkirchen bereits im November des Vorjahres mitgeteilt, in welchem Umfang unsere Stiftung voraussichtlich fördern kann.

Wenn ich nun einige Zahlen nenne um die Entwicklung unserer Stiftung darzustellen, soll das nur eine Tendenz angeben. Ich entnehme meine Zahlen den Eingängen und Unterlagen unseres Spendenkontos bei der Evangelischen Bank. Es fehlen hier die Zins-Zahlen aus den Anlagen des Grundstockvermögens sowie die Abrechnungen aus den Stipendien­­überweisungen. Die exakten Zahlen über die gesamte Stiftungsrechnung erfahren wir aus dem Bericht unseres Schatzmeisters.

 

Jahressummen jeweils zum Ende des Jahres (in Euro)

Spenden insgesamt zum Stiftungsvermögen:
31.12.2008: 103.010
31.12.2009: 137.349 (+ 34.339)
31.12.2010: 182.440 (+ 45.091)
31.12.2011: 219.970 (+ 37.530)
31.12.2012: 245.520 (+ 25.550)
31.12.2013: 277.000 (+ 31.480)
31.12.2014: 314.000 (+ 37.000)
31.12.2015: 332.390 (+ 18.390)
31.12.2016: 347.630 (+ 15.240)
31.12.2017: 374.640 (+ 27.010)
31.12.2018: 396.570 (+ 21.930)

 

Spenden zum Stiftungszweck:
31.12.2008: 00.000
31.12.2009: 04.380 (+ 04.380)
31.12.2010: 10.250 (+ 05.870)
31.12.2011: 16.650 (+ 06.400)
31.12.2012: 23.220 (+ 06.570)
31.12.2013: 36.200 (+ 12.980)
31.12.2914: 53.770 (+ 17.570)
31.12.2015: 73.130 (+ 19.360)
31.12.2016: 90.895 (+ 17.765)
31.12.2017: 111.140 (+ 20.245)

31.12.2018: 135.210 (+ 24.070)

 

Gesamtspenden an die Stiftung:
31.12.2008: 103.010 (88 B = Bescheinigungen)
31.12.2009: 141.730 (+ 38.720 in 166 B) (+ Chrismon)
31.12.2010: 192.690 (+ 50.960 in 207 B)
31.12.2011: 236.620 (+ 43.930 in 218 B)
31.12.2012: 268.740 (+ 32.120 in 181 B)
31.12.2013: 313.200 (+ 44.460 in 172 B)
31.12.2014: 367.770 (+ 54.570 in 207 B)
31.12.2015: 406.550 (+ 38.780 in 206 B) (+ Chrismon)
31.12.2016: 438.525 (+ 33.005 in 161 B)
31.12.2017: 485.780 (+ 47.255 in 178 B) (einschließlich 5.000 € Penzberg)

31.12.2018: 531.780 (+ 46.000 in 209 B)

 

Ein herzlicher Dank sei allen Spenderinnen und Spendern gesagt!


4. Die Stiftung in den Medien

Der Ausbau und die Pflege der Homepage sind auch in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Iradj Teymurian hat das gegenwärtige Design aufgebaut. Er ist auch weiterhin ehrenamtlich unser Webmaster. Vor allem betreut Iradj die „interne Seite“, verwandelt alle eingehenden Dokumente in PDF-Dateien. So können sie leicht geöffnet und nicht mehr verändert werden.
Die Netzseite gibt einen umfassenden Einblick in Struktur und Arbeit der Stiftung. Unsere StipendiatInnen werden mit jeweils einem „Profil“ vorgestellt. Diese Seite ist aufgebaut. Wir stellen alle in der Revista vorgelegten Präsentationen zusammen, so dass man dort die Entwicklung jedes einzelnen Stipendiaten verfolgen kann. Diese Aufgabe hat Ingrid Keil
– in Zusammenarbeit mit Iradj Teymurian – ehrenamtlich übernommen. Sie wird dabei von Walter Kaiser und Dr. Ernst Quester unterstützt.

Die Homepage wird fleißig besucht. Seit Beginn der Zählung (Frühlingsanfang 21.3.2010) haben über 63.835 Menschen die Adresse angeklickt (8.2.2019), d.h. im Schnitt 18-19 Besucher am Tag. Der Webauftritt ist weiter ausbaufähig. Wir stellen jetzt schon Vorträge, Berichte und Filme aus der Lateinamerikaarbeit ein. Mittlerweile übernehmen wir auch Nachrichten aus der ILCO, die regelmäßig „boletíns“ über ihre Arbeit verschickt. Ebenso kann man sich zur ILS durchklicken. Doch fehlen zu einem systematischen Ausbau weiterhin unsere Kapazitäten. Schön wären für unsere Besucher aus Zentralamerika auch einige ins Spanische übersetzte Seiten.

Interne Dokumentation:
Nach unserer bisherigen Arbeitsweise werden – wenn irgend möglich – von jedem Stipendiaten bis zu 10 Dokumente eingestellt:

1. Für den jährlichen Antrag:
A: Motivationsschreiben span. – dt.,
B: Antrag,
C: Aval der Kirchenleitung + Vereinbarung Stipendiat – Kirche – Stiftung,

2. Für die Abwicklung der Stipendien:
D: Briefe, Dokumente, „Vermischtes“,
E: Matrikel,
F-G: Bericht über Ausbildung (F) und kirchliches Engagement (G) span. – dt.,
H: Noten,
I: Quittungen,
U: Urkunden.

Ein Übersetzerteam aus ehemaligen Freiwilligen hilft bei den Übersetzungen. Für diese Hilfe bin ich besonders dankbar, da ich die einlaufenden Dokumente – nach ihrer Katego­risierung mit der Identifikationsnummer – erst mal „zum Übersetzen“ weitergegeben kann. Freilich gilt es auch immer wieder einen Blick auf die Übersetzungen zu werfen. Manche ÜbersetzerInnen bitten selbst darum, weil die Vorgabe manchmal schwer zu lesen oder zu verstehen ist. Auch muss man etwas im Schul- und Universitätssystem Zentral­amerikas zu Hause sein, um einigermaßen sachgerecht übersetzen zu können.

Erinnern möchte ich wieder an unseren Auftritt im „Spendenportal.de – Das Spenden­netz­werk für Deutschland“, den Dr. Jürgen Löschberger für die Stiftung eingerichtet hat und unterhält. Über www.spendenportal.de kann man sich generell über viele Möglichkeiten, zu spenden und damit Gutes zu tun, informieren. Dort findet man uns unter den einschlägigen Stichwörtern (z.B. Zentralamerika, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica etc.). Die Seite ist auch mit unserer Homepage verlinkt, so dass auf diesem Weg auch Online-Spenden überwiesen werden können (was aber leider nur sehr selten geschieht).

Jürgen Löschberger hat auch die „WeCanHelp“-Seite in unserer Homepage lanciert. Bei elektroni­scher Waren-Bestellung über diese Seite fallen auch ein paar Prozentpunkte der Bestellsumme für die Stiftung ab. Eine willkommene Ergänzung unserer Einnahmen, die niemandem Mehrkosten verursacht. Wir bitten, diese Möglichkeit selbst zu nutzen und andere darauf aufmerksam zu machen. Leider stagniert gegenwärtig der Spendeneingang.

Die „Revista Informativa“ kommt weiterhin sehr gut an. Sie soll in erster Linie über unsere StipendiatInnen informieren. Dazu übersetzen wir die in Spanisch eingehenden Unterlagen (mit Hilfe des 40köpfigen Temas), bearbeiten sie (im Besonderen Ingrid Keil, Walter Kaiser, Dr. Ernst Quester, Eva Rosenstein) und bringen sie in eine veröffentlichungsfähige Form. Die StipendiatInnen werden dazu um ihr Einverständnis gebeten.
Darüber hinaus treffen viele interessante Texte und Mitteilungen ein, anderes wird schriftlich erbeten: Berichte der Lateinamerikareferentin Friederike Deeg, Informationen von MitarbeiterInnen aus dem Umkreis von Mission EineWelt in Zentralamerika, Analysen von Lateinamerikanisten und zentralamerikanischen Autoren, Presseveröffentlichungen, Rezensionen usw. Aus all diesen Texten und Bildern entsteht unser Informationsblatt, die „Revista Informativa“. Sie ist mittlerweile eine in kirchlichen Kreisen und darüber hinaus bekannte Zeitschrift, die über Zentralamerika berichtet. Letztlich geht es auch darum, Interesse für diese Region zu wecken. Zur Zeit der Bürgerkriege (1970-1990) war sie in aller Munde, jetzt – wo der Friede auf­gebaut werden soll – ist sie fast vergessen. Unter Christen­menschen darf niemand in Vergessen­heit geraten.
Mittlerweile werden auch schon mehr Revistas von der Homepage heruntergeladen, als wir in Druckform verbreiten. Leider fehlt eine Analyse dieser Interessentenschar.

Ein mittlerweile achtköpfiges Team (s.u.) erarbeitet die Revista, von den Portraits der StipendiatInnen bis zum Layout (im Besonderen: Beth Shaw und Dieter Knauer). Die Resonanz ist sehr positiv. Unsere „Korrespondenten“ helfen bereitwillig mit. Mittlerweile ist die Revista 18 (Pfingsten 2018) in Vorbereitung. Die Revista trägt auch unsere Bitten um Zustiftungen und Stipendien zum Stiftungszweck weiter. Jede Ausgabe der Revista erbringt etwa 4.000 € (Pfingstausgabe) bzw. 17.000 € (Weihnachten) an Spenden.
Ich bedanke mich bei allen, die daran mitwirken. Damit komme ich zu Punkt


5. Dank für gute Zusammenarbeit

Die gute Entwicklung der Stiftung im Berichtsjahr ist in erster Linie all denen zu verdanken, die zu ihrem Wachstum durch Zustiftungen, Kollekten und Spenden zum Stiftungszweck beigetragen haben. Der Dank wird in persönlichen Briefen an die Spenderinnen und Spender mit Auszug aus Stiftungs- bzw. Spendenbuch sowie mit der steuerlich absetzbaren Spendenquittung zeitnah zum Ausdruck gebracht.

Es gab auch im vergangenen Jahr wieder bei Gottesdiensten, Hochzeiten, Taufen und Geburtstagen eine ganze Reihe von persönlichen und gemeindlichen Sammlungsaktionen, für die wir sehr dankbar sind. Dazu gehören: die Konfirmandenspende der Kirchengemeinde Döhlau, die Rubinhochzeit von Hanna und Ralf Schenk, die Kollekte des Abitur­gottes­dienstes der Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg, der 60. Geburtstag von Dr. Jürgen Löschberger, die Goldene Hochzeit von Bärbel und Hans-Wolf Hoffmann und schließlich die „Löhe-Weihnacht“ der Wilhelm-Löhe-Schule.
Löhe-Weihnacht: Beth Shaw und Dieter Knauer hatten eine neue PPT-Präsentation vorbereitet, Ralf Schenk sorgte für unsere Präsenz am 14.12.2018 in der Löhe-Schule. Am 6. Februar 2019 durfte ich auf der Schulversammlung vor rund 1.000 SchülerInnen einen Scheck in Höhe von 11.944,97 € für die Stipendien in Empfang nehmen. Ich bedankte mich bei den LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern, die durch Backen und Kochen, Kalenderprojekt und Besetzung von Verkaufsständen zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben. Ich berichtete, dass wir mit diesem Geld zusätzlich 3-4 StipendiatInnen einen Ausbildungsabschnitt von mehreren Jahren hindurch fördern können.

Bei solchen Anlässen kann mit der Revista, Flyer, Roll up und PPT-Präsentation gutes Informationsmaterial bereitgestellt werden. Ich bitte die Mitglieder der Gremien, auf diese Möglichkeit in ihren Kreisen aufmerksam zu machen.

Die positive Entwicklung verdankt sich aber auch der engagierten Mitarbeit zahlreicher FreundInnen und Unterstützer dieser Stiftungsarbeit. Ihnen allen – Vollständigkeit ist nicht gewährleistet – sei explizit herzlicher Dank gesagt für die gute Zusammenarbeit in den verschiedenen Bereichen:


Nachruf

Ich möchte diesen Jahresbericht nicht schließen, ohne dankbar an einen treuen Mitarbeiter unserer Stiftung aus München zu denken, der im vergangenen Jahr verstorben ist: Diakon Helmut Köhler. Er war von Anfang an dabei und half, unsere Stiftung auch in Zentralamerika zu verankern. In Revista 16, S. 12 haben wir uns von ihm verabschiedet. Wir halten diesen Freund unserer Stiftung in ehrendem Gedenken.

 

Feldafing, 22.2.2019

gez. Wolfgang Döbrich, Vorsitzender des Vorstands