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Jahresbericht 2013

1. Entwicklung

Das sechste Jahr als „Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts“ (staatliche Anerkennung am 24.1.2008) brachte für die „Annette und Wolfgang Döbrich-Stiftung zur Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Zentralamerika“ manche Herausforderung. Der seit Jahren zurückgehende Zinsertrag des Grundstockvermögens gefährdet die Auszahlung der Stipendien in der gewohnten Höhe von 15.000-17.000 €. Er macht die Bitte um Spenden für den Stiftungszweck (Stipendien) immer dringlicher. Dass es gelang, mit „Direktspenden“ die Verringerung der Zinserträge auszugleichen, ist der Hilfsbereitschaft unserer SpenderInnen zu verdanken. Doch dazu später.

Zunächst einige Zahlen im Überblick. Wir konnten im vergangenen Jahr wieder 27 StipendiatInnen fördern. Damit entsprachen wir allen Stipendienanträgen unserer Partnerkirchen. Natürlich gehen die Bitten um eine Erweiterung der Stipendienzahlen darüber hinaus. Vielleicht können wir in diesem Jahr 2014 wieder eine leichte Erweiterung vornehmen.

Wenn ich einige Zahlen nenne um die Entwicklung unserer Stiftung darzustellen, soll das nur eine Tendenz angeben. Ich entnehme meine Zahlen den Eingängen und Unterlagen unseres Spendenkontos bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft. Dabei fehlen Zinszahlungen aus Anlagen der Stiftungsbank, die in Rücklagen etc. flossen, sowie die Abrechnungen aus den Stipendienzahlungen. Die exakten Zahlen über das gesamte Stiftungsvermögen erfahren wir aus dem Bericht unseres Schatzmeisters.

Jahressummen jeweils zum Ende des Jahres (in Euro)

Stiftungsvermögen
31.12.2008: 103.010
31.12.2009: 137.349 (+ 34.339)
31.12.2010: 182.440 (+ 45.091)
31.12.2011: 219.970 (+ 37.530)
31.12.2012: 245.520 (+ 25.550)
31.12.2013: 277.000 (+ 31.480)

Stiftungszweck:
31.12.2008: 00.000
31.12.2009: 04.380 (+ 4.380)
31.12.2010: 10.250 (+ 5.870)
31.12.2011: 16.650 (+ 6.400)
31.12.2012: 23.220 (+ 6.570)
31.12.2013: 36.200 (+ 12.980)

Gesamtspenden:
31.12.2008: 103.010 (88 Bescheinigungen)
31.12.2009: 141.730 (+ 38.720 mit 166 Bescheinigungen)
31.12.2010: 192.690 (+ 50.960 mit 207 Bescheinigungen)
31.12.2011: 236.620 (+ 43.930 mit 218 Bescheinigungen)
31.12.2012: 268.740 (+ 32.120 mit 181 Bescheinigungen)
31.12.2013: 313.200 (+ 44.460 mit 172 Bescheinigungen)

Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!

2. Aus dem Stiftungsleben

Am 1. Januar 2013 feierten wir nach gutem Brauch das 9. Stiftungsfest im Evangelischen Gemeindehaus Pöcking. Als Gast kam der Lateinamerikareferent von Mission EineWelt (MEW) in Neuendettelsau, Pfr. Hans Zeller. Er berichtete über seine Arbeit in den Ländern der CILCA (Comunión de Iglesias Luteranas de Centroamérica) – und über seine Begegnungen mit unseren StipendiatInnen. Er hatte immer wieder gute Kontakte mit ihnen und lobte ihren Einsatz. Aus der Projektarbeit von MEW berichtete er über Wiederaufforstungs- und Bewässerungsprojekte und zeigte einen Film über den Bau von modernen holzsparenden Kochöfen in den Häusern der Einheimischen, die neben einer ökologischen Entlastung auch einen starken Effekt für die Gesundheit der HausbewohnerInnen mit sich bringen, da die gewohnte starke Rauchentwicklung durch bessere Verbrennung und Rauchabzug gewährleistet ist.

Am 18. Februar 2013 traten Beirat und Vorstand der Sitzung zu ihrer 5. Jahresversammlung im Landeskirchenamt München zusammen. Neben den finanziellen Grundsatzbeschlüssen wurden ausführlich die alten und neuen StipendiatInnen sowie das etwas vereinfachte Stipendienvergabewesen besprochen (siehe Protokoll). Das neue System der Einstellung der Stipendienunterlagen in den internen Bereich unserer Netzseite (Homepage) hat sich bewährt. Hier entsteht seit zwei Jahren eine übersichtliche Datenbank mit den Antragsunterlagen, Berichten, Briefen und Bildern unserer StipendiatInnen. Die Mitglieder des Vorstands und des Beirats der Stiftung können sich dort jederzeit über einzelne Stipendienempfänger – auch aus den vergangenen Jahren - informieren.

Bearbeitung der Themen und Beschlüsse der Gremiensitzungen:

ILFE (Nicaragua): Der Kontakt mit der ILFE läuft seit vergangenem Jahr wieder sehr gut. Unsere Mentorin Katia bemüht sich, alle erbetenen Unterlagen zeitnah zu übersenden. Wir förderten 2013 fünf StipendiatInnen aus Nicaragua.

ICLH (Honduras): Es galt auch 2013 die Entscheidung der Sitzungen im Jahr 2011: die weitere Förderung von Dania, Inmer und José. Die Kirchenleitung stellte sich nach wie vor nicht dagegen, bat aber über Hans Zeller, dass Mission EineWelt - ebenso wie sie selbst - keine Unterstützung dieser Förderung leistet. Wolfgang Döbrich ließ sich das Geld zur Weiterleitung von Mission EineWelt überweisen, transferierte es auf die Konten der betreffenden drei Stipendiaten (Inmer, Dania, José) und rechnete mit Mission EineWelt ab – ein teures Verfahren. Wir hoffen auf eine Klärung der Situation im Jahr 2014.

Im Jahr 2012 wurde der Aufbau der Homepage abgeschlossen. Die weitere Pflege übernahmen Iradj Teymurian und Ingrid Keil ehrenamtlich. Auch Tobias Döbrich arbeitete dabei ehrenamtlich mit. Wie in der Beiratssitzung vom 18.2.2013 beschlossen, finden sich auf der Homepage – Seite der StipendiatInnen - nur noch der Vorname und einige Grunddaten. Es wird noch einige Zeit dauern bis auch die letzten Nachnamen aus den Unterlagen verschwunden sind, da in den alten Revistas noch Vor- und Nachname festgehalten sind. Aber die Neuorientierung findet seit 2013 statt.

Geldanlage: Auf der Sitzung am 18. Februar wurde der bisherige Schatzmeister Dieter Künzel verabschiedet. Sein Nachfolger wurde Dr. Kai-Niclas Michels, Pöcking. Dr. Michels hatte eine schwere Anfangszeit zu bestehen. Verschiedene Papiere, in denen Stiftungskapital angelegt war, liefen im ersten Halbjahr aus. Das Kapital lag auf dem Girokonto. Die Landeskirche hatte offenbar Schwierigkeiten, ihre beiden geplanten Stiftungsfonds aufzulegen. Aus dem ursprünglich kommunizierten Termin Ende April wurde Ende September. Im Oktober wurden dann die beiden neuen Stiftungsfonds vorgestellt (der eine mit eher offensiver - „Metzler“, der andere mit eher defensiver Grundhaltung - „Berenberg“). Am 26. Oktober 2013 fand in Feldafing eine Sitzung des vorläufigen „Finanzausschusses“ statt (Dr. Jürgen Löschberger, Ralf Schenk, Dr. Christoph Foerst, Dr. Kai-Niclas Michels, Wolfgang Döbrich). Hier wurde beschlossen, die mittlerweile „freien“ 60.000 € zu gleichen Teilen in den beiden Stiftungsfonds anzulegen. Mittlerweile wurde weiteres freigewordenes Geld ebenfalls zu gleichen Teilen in den beiden Fonds angelegt. Näheres wird Dr. Michels berichten.

Weitere Ereignisse aus dem Stiftungsleben:

17. Mai 2013: Sommerfest mit den Pfarrerinnen Abelina Centeno und Guadalupe Cortez sowie mit Professor Oscar Vadillo in Feldafing
Unser diesjähriges kleineres Sommertreffen mit ca. 30 TeilnehmerInnen stand unter dem Thema „Frauen in Zentralamerika – Lebensrealitäten und Perspektiven“. Die Referate hielten die beiden salvadorianischen Pfarrerinnen Abelina Centeno und Guadalupe Cortez, die am Hamburger Kirchentag teilgenommen hatten. Sie schilderten die Situation der Frauen in ihrer Heimat, die wirklich anrührt und bestürzt. Sie berichteten von allzu selbstverständlicher häuslicher Gewalt, von Überfällen und Vergewaltigungen, von allgemeiner Geringschätzung und Missachtung der Frauen. Auch kirchliche Versammlungen sind manchmal nicht frei vom „Machismo“. Wenn Männer teilnehmen, wagen manche Frauen nicht, sich einzubringen.

Als Beispiel erzählte Doña Abelina, dass sie nach einem Seminar eine der Frauen wie allgemein üblich um ein abschließendes Gebet bat. Die Frau, die sonst immer sehr aktiv teilnahm, verstummte. Sie schaute verstohlen ihren Mann an. Abelina bat noch einmal - wieder keine Reaktion. Schließlich gestattete ihr Mann, dass sie betete und zählte ihr die Punkte auf, die sie ins Fürbittgebet aufnehmen sollte. Die häusliche Situation setzte sich auch in der Gemeinde fort. Ein Beispiel für Pfarrerin Abelina, dass es seinen guten Sinn hat, Frauen in der Frauenpastoral zunächst einmal alleine zusammenzurufen.

Aber wie bei uns, ist es auch in Zentralamerika gut, wenn sich Frauen gleichberechtigt in das öffentliche und kirchliche Leben einbringen. Und auch das ist eine Frucht unserer Stipendienarbeit. Zwar ist das Verhältnis der Geschlechter bei unseren StipendiatInnen ausgewogen, aber für Zentralamerika bedeutet schon ein ausgeglichenes Verhältnis eine Aufwertung der Mädchen und jungen Frauen. Sie sind normalerweise in den höheren Schulen, bei Fachausbildungen und an den Universitäten unterrepräsentiert. Da unsere Stipendiatinnen alle auch eine leitende Rolle in Jugendgruppen, in der Sonntagsschule und auch sonst in der Gemeinde einnehmen, wächst der Kirche und Gesellschaft mit unserer Förderung auch eine Schicht von Frauen zu, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

3. Die StipendiatInnen 2013
(Die Angaben aus dem Jahr 2012 werden mit Informationen aus 2013 ergänzt)

Einzelheiten zu den jeweiligen Personen finden Sie im Webauftritt und besonders in seinem nicht allgemein zugänglichen Teil. Hier sollen einige allgemeine Bemerkungen genügen.

El Salvador

1+2 Jonatan (1994 – ID 1) und David (2000 – ID 2): ein Brüderpaar aus dem Armenviertel San Miguelito, die zur „Casa La Esperanza“ kommen. Sie gehen noch zur Schule und werden von Waltraud Köhler betreut. Beide hatten Ende 2013 erhebliche Schwierigkeiten zuhause in den bedrängten Wahnverhältnissen und dann auch in der Schule und schafften das Klassenziel nicht. Waltraud Köhler bittet darum, die Förderung 2014 wenigstens in der 1. Hälfte zu genehmigen, dann wird man sehen, ob der „Schuss vor den Bug“ genutzt hat.

3 Maria (1989 – ID 15): Tochter einer Landarbeiterfamilie mit vier Kindern aus Guarjilla, nahe Honduras. Sie ist engagierte Katholikin, hilft aber auch in der evangelischen Jugendarbeit mit. Studiert Buchhaltung. Ist vorbildlich in der Zusammenarbeit mit der Stiftung – Berichte, Briefe.
2014: die weitere Förderung wird beantragt.

4 Linda (1988 – ID 19): studierte Psychologie, um Traumatisierungen heilen zu helfen. El Salvador: ein Land voller Gewalterfahrungen. Arbeitete ehrenamtlich in der Gemeinde „Cristo libertador“ mit („apoyo psicopedagógico“). Entwickelte ehrgeizige Halbjahrespläne über ihre Mitarbeit in Gemeinde und Kirche.
Linda Xochil schloss 2014 erfolgreich mit dem Lizentiat ab.

5 Laura (1989 - ID 22): studiert Medienkommunikation. Ist in der Jugendarbeit der Auferstehungsgemeinde in San Salvador engagiert. Als Balletttänzerin erteilt sie Jugendlichen Unterricht und organisiert Tänze in „Lobpreisgottesdiensten. Hat Freude am Journalismus. Der Briefwechsel mit einer deutschen Partnerin fällt leider sehr schwer. Dennoch unterstützen die „Pateneltern“ weiterhin die Stiftung.
2014 will Laura ihr Studium zu Ende bringen.

6 Emely (1974 – ID 25): Emely ist alleinerziehende Mutter und Pfarrerin einer Landgemeinde. Sie möchte sich – aus kleinen Verhältnissen kommend – zur Reverenda. hocharbeiten. Dazu braucht sie den Uniabschluss als Lizentiatin. In der Uni bekommt sie hervorragende Noten. So strebt sie eine Perspektive als Dozentin an. In ihrer Wohngemeinde ist sie in der medizinischen und pastoralen Arbeit engagiert.
2014: Emely hat den Hauptteil der Prüfungen geschafft. Dennoch braucht sie weiterhin das Stipendium, um alle geldverschlingenden Prüfungen gut abschließen zu können.

7 Estefania (1995 - ID 34) Hat 2013 ihr Abitur (Bachillerato) gemacht, will jetzt Sprachen (Englisch) mit Schwerpunkt Tourismus studieren. Arbeitet in der Sonntagsschule der Auferstehungsgemeinde in San Salvador mit. Ihre Mutter ist alleinerziehende Angestellte der Clinica Luterana mit 200 USD monatlich.
2014: die weitere Förderung wird beantragt.

8 Rafael (1994 - ID 35): Hat sein Fachabitur geschafft: Bachillerato Tecnico. Will weiterhin „Sistemas Informaticas“ studieren. Seine Mutter ist allein erziehende Pfarrerin. Er hat einen Bruder und zwei Neffen, die als Waise in der Familie leben.
2014: die weitere Förderung wird beantragt.

9 Fernando (1992 – ID 37): studiert Betriebswirtschaft. Er ist sehr engagiert und zuversichtlich. Sein Vater ist „armer“ Landpastor in Cara Sucia im Westen von El Salvador. Arbeitet in der Gemeinde seines Vaters mit.
2014: Die Noten der Universidad von Sonsonate sind sehr gut. Die weitere Förderung wird beantragt.

10 Geovany ( 1993 - ID 41). Hat sein Bachillerato geschafft.
Johanni ist Sohn eines Kleinbauern und einer Hausfrau mit fünf Geschwistern. In seinem Dorf Las Mercedes (im Westen des Landes) hilft er in der Kirchengemeinde Nueva Esperanza in der Bibelschule mit. Aufgrund familiärer Probleme muss er 2014 pausieren: Will eventuell 2015 sein Studium aufnehmen.

11 Norma (1997- ID 53) Schule - Abitur.
Hat drei Geschwister, allein erziehende Mutter in Nueva Concepción (im Westen des Landes). Hat die 8. Klasse erfolgreich abgeschlossen. Will Abitur machen. Arbeitet in der Gemeinde Nueva Esperanza als Sonntagsschullehrerin mit.
2014: die weitere Förderung wird beantragt.

12 Jenny (1994 – ID 54). Betriebswirtschaft.
Hat zwei Geschwister. Jenny hat das erste Studienjahr mit sehr guten Noten erfolgreich abgeschlossen. Sie arbeitet in der Kirche (Gemeinde Cristo Redentor in Apopa) als Katechetin für die Erstkommunion mit.
2014: die weitere Förderung wird beantragt.

13 Guadalupe (1990 – ID 55). Betriebswirtschaft.
Helmut Köhler klagt, dass er keine Unterlagen von ihr erhält. Zum Stipendiatentreffen im Osten (sie lebt in Pasaquina) kam sie nicht. Hat vermutlich das Studium gewechselt. Die Mentoren Guadalupe und Helmut möchten sie deswegen aus der weiteren Förderung ausschließen.

Die Stipendiaten aus El Salvador gehen im Allgemeinen engagiert ihren Studien nach. Sie werden von Helmut und Waltraud Köhler, sowie von Guadalupe Cortez betreut. Viele sind Töchter und Söhne kirchlicher Mitarbeiter, die oft so wenig verdienen, dass sie ihren Kindern – zumal wenn es mehrere sind – keine Ausbildung finanzieren können. Auch in diesem Jahr stehen neue BewerberInnen an, die wir eigentlich nur dann aufnehmen können, wenn andere ausscheiden. Das wäre bei Linda, Geovanny und Guadalupe aus unterschiedlichen Gründen der Fall.

Honduras

14 Dania (1982 – ID 3): Ehrenamtliche Gemeindehelferin bei Diakon Michael Kemner. Eltern Gelegenheitsarbeiter. Machte mit unserer Hilfe das Abitur, studierte Psychologie. Im Herbst verließ sie die gewalttätige Hauptstadt Tegucigalpa mit ihren unzulänglichen Studienbedingungen und studiert nun Krankenpflege in La Ceiba. Leidet unter der verworrenen Situation im Land.
Ende 2012 bekam sie ein Kind. Sie will mit drei Fächern das Studium der Krankenpflege fortsetzen. 2013: Der Studienwechsel hat Dania beflügelt. Sie belegte sechs Fächer, schrieb gute Noten. Beim Besuch im Februar 2014 stellten sich Zweifel an ihren Angaben ein. Wir erwarten einen Bericht von Michael Kemner.

15 José (1989 – ID 16): Einziger Sohn einer allein erziehenden „pastora diácona“, die allerdings zwischenzeitlich von der ILS entlassen wurde. José will Computeringenieur werden. Half der Mutter mit seiner Gitarre in den Gottesdiensten, arbeitet aber auch in anderen Gemeinden musikalisch mit. Studiert außerhalb der Hauptstadt an einer Außenstelle der UNAH in Nueva Suyapa. Leidet unter der verworrenen Situation im Land.
2013: Seine Mutter bekam noch einmal ein Kind, versucht nun mit ihrem Sohn eine eigene Gemeinde aufzubauen. José hat nun im zweiten Jahr die erforderlichen fünf Fächer nicht geschafft. Er will nach Tegucigalpa zurück um arbeiten und seiner Mutter helfen zu können. Er bat selber um aus diesen Gründen um Unterbrechung seiner Förderung.

16 Inmer (1983 - ID 33): studiert Krankenpflege. Ist Koordinator seiner Gemeinde Chacalapa, zwei Stunden (Bus) von La Ceiba entfernt. War Mitglied im Consejo Nacional der Christlich Lutherischen Kirche in Honduras. Arbeitet sich mit Feuereifer in sein Studium ein. Hat hervorragende Zeugnisse Ist „rechte Hand“ von Diakon Michael Kemner bei kirchlichen Aufgaben. Leitet die Jugendarbeit in Chacalapa.
2013: Inmer ist unser „Star“ in Honduras. Er bestand 2013 acht Fächer. Daneben betreut er weiter die Gemeinde Chacalapa und hilft Diakon Kemner in der pastoralen Arbeit.
Die weitere Förderung ist beantragt. Voraussichtlich wird er 2015 sein Krankenpflegestudium abschließen.

Alle StipendiatInnen in Honduras leiden unter der ungeklärten Situation im Land. Auch die Kirche durchlebt Turbulenzen. Wir fördern unsere StipendiatInnen mit Wissen der ICLH - aber ohne ihre Hilfe. Auch damit muss eine Stipendienstiftung rechnen. Der Kontakt zu den StipendiatInnen ist durch Michael Kemner gesichert.

Nicaragua

17 Soliette (1989 – ID 7): Als ich 1999 meine Arbeit in Lateinamerika begann, begegnete mir Soliette in einer Jugendgruppe. Sie studiert Medizin, hat nebenher den Abschluss in Theologie gemacht und wurde als Pfarrerin ordiniert. Sie engagiert sich in kirchlichen Gesundheitsprogrammen. Will sich in ihrem Studium für das „öffentliche Gesundheitswesen“ spezialisieren.

18 Alexander (1994 - ID 28): hat 2013 das Abitur geschafft. Er will nun Klinische Psychologie studieren. Ziel: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in einem Heim. Ist Mitglied der Jugendarbeit der Kirche. Er arbeitet als Promoter bei den AIDS-Programmen mit. Mutter Hausfrau, Vater: vigilante (Wächter). Zwei Geschwister.

19 Kevin (1994 - ID 29): Kevin studiert Buchhaltung. Ist Mitglied der Jugendarbeit der Kirche. Singt am Sonntag im Chor. Organisiert die Lautsprecheranlagen. Mutter allein erziehende Wäscherin.

20 Jordy (1993 – ID 50): Hat 2011 mit dem Studium Maschinenbau begonnen. Erstes Ziel: Ingeniero Civil (öffentliche Baumaßnahmen). Voraussichtlicher Abschluss: 2017. Dann vielleicht noch Spezialisierung im Flugzeugbau. Jordy gehört zur Gemeinde Oscar Baltodano in Carcasso. Er ist Mitglied der Jugendgruppe seiner Gemeinde. In den Gottesdiensten sorgt er für musikalische Begleitung.
2014: die weitere Förderung wird beantragt.

21 César (1992 – ID 51): studiert „Öffentliche Buchhaltung“. Ihn interessieren Geldverwaltung und Finanzen. In der Kirche engagiert er sich in der Jugendgruppe und im Chor und arbeitet sonst mit, wo er gebraucht wird.
2014: die weitere Förderung wird beantragt.

Die ILFE in Nicaragua hat 2011 eine Reihe von Schülern für ein längerfristiges Stipendium vorgeschlagen. Fast alle sind jetzt auf einem guten Weg. Die Bedürftigkeit und das Engagement sind jeweils gegeben. Die Zusammenarbeit mit der ILFE ist regelmäßig. Mission EineWelt entsendet 2013/14 wieder Freiwillige nach Nicaragua, auch wenn es dort keine geregelte Arbeit für sie gibt. Sie „laufen“ in der Jugendgruppe der Zentralkirche „mit“ und engagieren sich vor allem im Vorschul- und Schulbereich. Sie sind nach wie vor eine wichtige Brücke zu den StipendiatInnen.

Costa Rica

22 Teresa (1956 – ID 18): Teresa ist unsere Seniorin. Die Satzung ermöglicht altersbezogene Ausnahmen für Berufe in der Kirche. Teresa leitet ohne zureichende Ausbildung die „casa abierta“ für Kinder im Armenviertel Alajuelita bei San José. Dabei ist sie auch unseren Freiwilligen seit Jahren Vertrauensperson. Jetzt will sie ihren Sekundarabschluss machen. In diesem Jahr hat es wegen vieler Belastungen nicht geklappt.
2013 ILCO: Teresa ist zum zweiten Mal am Fach Mathematik gescheitert. Nun meint die ILCO, dass erst mal eine Pause eintreten soll.

23 Julio (1965 – ID 40): Theologie
Der Musiker und Pastor Julio schaffte 2013 sein „Bachillerato en Ciencias Bíblicas“ (Bachelor). Der eigentliche Abschluss aber ist die „Licenciatura en Ciencias Bíblicas“, den er 2014 schaffen möchte. Die Graduación wäre dann nach seinen Angaben 2015.
Die ILCO ist überrascht (sie hatte für seinen „Platz“ die neue Stipendiatin Carolina Chávez ausersehen), empfiehlt aber die Fortsetzung des Stipendiums für 2014.

24 Maribel (1993 – ID 43): Maribel kommt aus einer indigenen Bribri-Familie im Reservat Cabagra. Sie möchte ihr Abitur machen und als Grundschullehrerin ihrem Volk helfen. Kirchlich engagiert sie sich in der Kinderarbeit und hilft den Pastoren Nehemias und Joaquín, wenn sie ins Reservat kommen, um Gottesdienst zu halten und andere Aktivitäten durchzuführen.
2013 ILCO: Die Noten waren wegen unregelmäßigen Schulbesuchs (muss Eltern helfen, wenn es irgendeine Arbeit gibt) schlecht, hat aber das achte Sekundarschuljahr erreicht.
Die ILCO bittet um Fortführung des Stipendiums

25 Lilibeth (1993 – ID 45): Lilibeth und ihre Schwester Maryuri sind Migrantinnen aus Nicaragua. Sie lebt mit ihrer Familie im Tiefland von Sarapiquí. Sie ist noch Schülerin, will Abitur machen. In den Kirchengemeinden El Jardín und San Julián der ILCO betreut sie die Kindergruppen.
Lilibeth erkrankte an Leukämie, verlor viele Unterrichtsstunden, hatte ungenügende Noten. 2013 ging es ihr wieder besser. Sie hat das 9. Schuljahr geschafft, will nach dem „Bachillerato de la Secondaria“ (12. Schuljahr) Mathematik und Biologie studieren.
Die Kirche schlägt sie zur weiteren Studien-Förderung vor, da sie ihre Gesundheit wieder gewonnen hat.

26 Maryuri (1995 – ID 46): Maryuri ist ebenfalls Schülerin, besucht die Sekundaria. Sie ist mit ihrer Schwester Lilibeth ebenfalls in den Kindergruppen engagiert. Maryuri arbeitet auch im „santuario ecológico“ mit und ist Schriftführerin im Gemeindekomitee. Will nach dem „Bachillerato de la Secundaria“ Lehrerin werden.
2014 ILCO: Maryuri hat die von ihr belegten Fächer bestanden. Sie wird für die Fortführung des Stipendiums vorgeschlagen.

27 Ana (1972 – ID 52): bekam 2013 einen Zuschuss für einen Englischkurs. Sie arbeitet im Zentralbüro der Kirche bei der Stipendiatenarbeit mit, betreut den „Comercio Justo“, führt Delegationen.
Die Kirche schlägt sie 2014 für ein Sprachstudium vor, das sie auf einer Sprachschule (mit erhöhten Kosten) absolvieren soll. Sie ist dazu vorgesehen, die immer zahlreicher werdenden Delegationen (vor allem aus USA) sprachlich versiert zu begleiten.

Die Kirche in Costa Rica bietet durch ihre diakonisch-missionarische Arbeit echte Berufsperspektiven. Doch braucht sie auch qualifiziertes Personal. So helfen wir Julio, sein Theologiestudium zu beenden. Eine ganze Reihe anderer Stipendiatinnen müssen erst die Schule schaffen. Das „Bachillerato de la Secundaria“ („Abitur“) in Lateinamerika ist die Voraussetzung für eine qualifizierte Berufsausbildung (nordamerikanisches System).


4. Die Stiftung in den Medien

Der Ausbau und die Pflege der Homepage sind sehr wichtig. Iradj Teymurian hat das gegenwärtige Design aufgebaut. Er ist auch weiterhin ehrenamtlich unser Webmaster. Vor allem betreut Iradj die „interne Seite“, verwandelt alle eingehenden Dokumente in pdf-Dateien. So können sie leicht geöffnet und nicht mehr verändert werden.
Die Netzseite gibt einen umfassenden Einblick in Struktur und Arbeit der Stiftung. Unsere StipendiatInnen werden mit jeweils einem „Profil“ vorgestellt. Diese Seite ist aufgebaut. Wir stellen alle in der Revista vorgelegten Präsentationen zusammen, so dass man dort die Entwicklung jedes einzelnen Stipendiaten verfolgen kann. Diese Aufgabe hat Ingrid Keil – in Zusammenarbeit mit Iradj Teymurian - ehrenamtlich übernommen.
Tobias Döbrich hilft in der elektronischen Bearbeitung der Dokumente ehrenamtlich mit. Auch Ralf Schenk steht jederzeit mit Rat und Tat für Aufgaben in diesem Bereich zur Verfügung.
Die Homepage wird fleißig besucht. Seit Beginn der Zählung (Frühlingsanfang 21.3.2010) haben über 15.300 Menschen die Adresse angeklickt, d.h. im Schnitt 6-7 Besucher am Tag. Der Webauftritt ist weiter ausbaufähig. Wir stellen jetzt schon Vorträge, Berichte und Filme aus der Lateinamerikaarbeit ein. Doch fehlen zu einem systematischen Ausbau weiterhin unsere Kapazitäten. Schön wären für unsere Besucher aus Zentralamerika auch einige spanischsprachige Seiten.

Interne Dokumentation:
Nach unserer bisherigen Arbeitsweise werden – wenn irgend möglich – von jedem Stipendiaten 10 Dokumente eingestellt:
1. Für den jährlichen Antrag:
A: Motivationsschreiben span. – dt.,
B: Antrag,
C: Aval der Kirchenleitung + Vereinbarung Stipendiat – Kirche – Stiftung,
2. Für die Abwicklung der Stipendien:
D: Briefe, Dokumente, „Vermischtes“,
E: Matrikel,
F-G: Bericht über Ausbildung und kirchliches Engagement span. – dt.,
H: Noten,
I: Quittungen.

Ein Übersetzerteam aus ehemaligen Freiwilligen hilft bei den Übersetzungen. Für diese Hilfe bin ich besonders dankbar, da ich die einlaufenden Dokumente – nach ihrer Bezeichnung mit der Identifikationsnummer – erstmal „zum Übersetzen“ weitergegeben kann. Freilich gilt es auch immer wieder einen Blick auf die Übersetzungen zu werfen. Manche ÜbersetzerInnen bitten selbst darum, weil die Vorgabe manchmal schwer zu verstehen ist. Auch muss man etwas im Schul- und Universitätssystem Zentralamerikas zu Hause sein, um einigermaßen sachgerecht übersetzen zu können.

Erinnern möchte ich wieder an unseren Auftritt im „Spendenportal.de – Das Spendennetzwerk für Deutschland“, den Dr. Jürgen Löschberger für die Stiftung eingerichtet hat und unterhält. Über www.spendenportal.de kann man sich generell über viele Möglichkeiten, zu spenden und damit Gutes zu tun, informieren. Dort findet man uns unter den einschlägigen Stichwörtern (z.B. Zentralamerika, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica etc.). Die Seite ist auch mit unserer Homepage verlinkt, so dass auf diesem Weg auch Online-Spenden überwiesen werden können (was aber leider nur sehr selten geschieht).

Die „Revista Informativa“ kommt weiterhin sehr gut an. Sie soll in erster Linie über unsere StipendiatInnen informieren. Dazu bearbeiten wir die bei uns eingehenden Unterlagen und bringen sie in eine veröffentlichungsfähige Form. Die StipendiatInnen werden dazu um ihr Einverständnis gebeten.
Darüber hinaus treffen viele interessante Unterlagen und Mitteilungen ein, anderes wird schriftlich erbeten: Berichte des Lateinamerikareferenten Hans Zeller, Informationen von MitarbeiterInnen aus dem Umkreis von Mission EineWelt in Zentralamerika, Analysen von zentralamerikanischen Autoren, Presseveröffentlichungen usw. Der Gedanke hat sich bewährt, aus all diesen Texten und Bildern ein Informationsblatt, eben eine Revista Informativa, zu machen. Sie ist mittlerweile eine in kirchlichen Kreisen und darüber hinaus bekannte Zeitschrift, die über Zentralamerika berichtet.

Ein sechsköpfiges Team erarbeitet die Revista, von den Portraits der StipendiatInnen bis zum Layout. Die Resonanz ist sehr positiv. Unsere „Korrespondenten“ helfen bereitwillig mit. Mittlerweile ist die Revista 8 (Pfingsten 2014) in Vorbereitung. Die Revista trägt auch unsere Bitten um Zustiftungen und Stipendien zum Stiftungszweck weiter. Jede Ausgabe der Revista erbringt etwa 4.000 € (Pfingstausgabe) bzw. 10.000 € (Weihnachten) an Spenden.
Ich bedanke mich bei allen, die daran mitwirken. Damit komme ich zu Punkt

5. Dank für gute Zusammenarbeit

Die gute Entwicklung der Stiftung im Berichtsjahr ist in erster Linie all denen zu verdanken, die zu ihrem Wachstum durch Zustiftungen, Kollekten und Spenden zum Stiftungszweck beigetragen haben. Der Dank wird in persönlichen Briefen an die Spenderinnen und Spender mit Auszug aus Stiftungs- bzw. Spendenbuch sowie mit der steuerlich absetzbaren Spendenquittung zeitnah zum Ausdruck gebracht.
Es gab auch im vergangenen Jahr wieder bei Hochzeiten und Geburtstagen eine ganze Reihe von persönlichen Sammlungsaktionen, für die wir sehr dankbar sind. Bei solchen Anlässen kann mit der Revista gutes Informationsmaterial der Stiftung bereitgestellt werden. Ich bitte die Mitglieder der Gremien, auf diese Möglichkeit in ihren Kreisen aufmerksam zu machen.

Die positive Entwicklung verdankt sich aber auch der engagierten Mitarbeit zahlreicher FreundInnen und Unterstützer dieser Stiftungsarbeit. Ihnen allen – Vollständigkeit ist nicht gewährleistet - sei explizit herzlicher Dank gesagt für die gute Zusammenarbeit in den verschiedenen Bereichen:

 

Feldafing, 12. März 2014
Wolfgang Döbrich, Vorsitzender